Nach dem Mayer Multiple, einem klassischen On-Chain-Indikator, befindet sich Bitcoin (BTC) trotz Rekordständen noch in einer vergleichsweise „kühlen“ Phase. Der Markt wirkt also weit entfernt von Überhitzung – und dem Indikator zufolge könnte der Kurs sogar bis auf 180.000 US-Dollar steigen, bevor von Überbewertung die Rede wäre.
Mayer Multiple bleibt außergewöhnlich niedrig
Das Mayer Multiple vergleicht den aktuellen BTC-Kurs mit dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (MA), einem linearen Preisindikator, der den Mittelwert der vergangenen 200 Tage abbildet.
Steigt dieser Wert über 2,4, gilt das üblicherweise als Signal, dass Bitcoin überbewertet ist. Aktuell liegt das Multiple jedoch nur bei 1,16. Das ist deutlich näher am überverkauften Niveau von 0,8 als an einer überkauften Schwelle.
„Bitcoin steht auf Allzeithochs, und das Mayer Multiple ist eiskalt“, so Analyst Frank A. Fetter auf X. Bitcoin müsste auf rund 180.000 US-Dollar steigen, um die 2,4-Schwelle zu erreichen. Das impliziert, dass noch erheblicher Spielraum für weitere Kursgewinne besteht, ohne dass der Markt überhitzt.
Auffällig ist der relativ stabile Wert des Indikators, zumal der Bitcoin-Preis in den vergangenen Monaten Mühe hatte, frühere Rekordmarken überzeugend zu durchbrechen. Analysten werten das als Hinweis darauf, dass der aktuelle Zyklus ruhiger und kontrollierter verläuft als frühere Bullenmärkte. Das könnte mit der gewachsenen Rolle institutionellen Kapitals am Markt zusammenhängen.
Ruhigerer Zyklus als frühere Bullruns
Daten von Glassnode zeigen, dass das Mayer Multiple in diesem Zyklus nicht über 1,84 hinausging. Zum Vergleich: In früheren Bullenmärkten lag dieser Wert deutlich über 2,4. Analyst Axel Adler Jr. bezeichnete im Juli ein Multiple von 1,1 als „einen guten Treibstoffvorrat für einen neuen Aufwärtsimpuls“.
Trotz der positiven technischen Signale ist der Markt weiterhin uneins über das Timing von Bitcoins nächstem großen Move. Der Oktober, traditionell ein starker Monat für BTC, liefert bislang wenig Erfreuliches – in den vergangenen sieben Tagen ging es leicht abwärts.
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