Der Kryptomarkt bewegt sich in Richtung der Feiertage mit auffallend geringer Volatilität. Doch könnte sich das schnell ändern. Zwei wichtige Wirtschaftsberichte aus den Vereinigten Staaten könnten in dieser Woche großen Einfluss auf den Kurs von Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen haben.
Krypto-Investoren blicken auf Inflation und BIP
Diese Woche stehen zwei Wirtschaftsberichte aus den Vereinigten Staaten im Mittelpunkt, die die Stimmung auf dem Kryptomarkt erheblich beeinflussen können. Berichten
Heute werden die PCE-Inflationsdaten für Oktober veröffentlicht. Dieser sogenannte Personal Consumption Expenditures-Bericht gilt als einer der wichtigsten Inflationsindikatoren für die Federal Reserve (Fed). Er zeigt auf, wie sich die Preise entwickeln und wie die Verbraucher darauf reagieren. Das Ergebnis spielt eine Schlüsselrolle bei zukünftigen Zinsentscheidungen der Zentralbank.
Fällt die Inflation niedriger aus als erwartet, steigt die Wahrscheinlichkeit für Zinssenkungen im Jahr 2026. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf risikoreiche Anlagen wie Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen aus. Niedrigere Zinsen machen Sparen und Anleihen weniger attraktiv, drücken den Wert des Dollars und fördern die Risikobereitschaft.
Morgen folgt der US-BIP-Bericht für das dritte Quartal 2025. Diese Zahl gibt Einblick in das Wirtschaftswachstum der USA und zeigt, wie stark Verbraucher, Unternehmen und Regierungen dazu beitragen. Auch dieser Bericht ist von großer Bedeutung für die Zinspolitik der Fed. Fällt das Wachstum enttäuschend aus, wächst der Druck auf die Zentralbank, schneller einzugreifen.
Bitcoin-Kurs reagiert oft auf Makrodaten
Der Bitcoin-Kurs und der breitere Kryptomarkt reagieren häufig stark auf Makrodaten aus den USA. Frühere Inflations- und Wachstumszahlen führten in den vergangenen Monaten zu erheblichen Schwankungen auf dem Markt.
Die Hoffnung unter Kryptoinvestoren ist, dass die Fed den Weg zu expansiveren Maßnahmen weiter verfolgt. Im Dezember senkte die Zentralbank den Zinssatz zum dritten Mal in diesem Jahr auf eine Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent.
Darüber hinaus wurden große Schritte in der Geldpolitik unternommen:
- Ende von QT: Seit dem 1. Dezember hat die Fed aufgehört, ihre Bilanz zu verkleinern. Dadurch steht mehr Liquidität im Finanzsystem zur Verfügung.
- Start von QE-lite: Am 12. Dezember begann die Zentralbank mit dem Kauf von kurzfristigen Staatsanleihen im Wert von 40 Milliarden Dollar. Dies wird als Vorbote einer vollwertigen quantitativen Lockerung gesehen und sorgt für mehr Liquidität im Finanzsystem.
Auch andere Daten können den Markt beeinflussen
Neben dem PCE-Bericht und den BIP-Daten, die als die beiden wichtigsten für die Finanzmärkte gelten, werden diese Woche weitere Wirtschaftsindikatoren aus den USA veröffentlicht.
Am Dienstag werden unter anderem Zahlen zum Verbrauchervertrauen und zum Verkauf neuer Häuser veröffentlicht. Am Mittwoch folgen die Daten zu den Aufträgen für langlebige Güter. Am Donnerstag bleibt es an den Finanzmärkten ruhig, da die Aktienmärkte aufgrund von Weihnachten geschlossen sind.
Zusammen geben diese Zahlen zusätzlichen Einblick in den Zustand der US-Wirtschaft und können die Stimmung an den Finanzmärkten beeinflussen, obwohl der PCE-Bericht und die BIP-Daten federführend bleiben werden.
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