Die Spannungen zwischen China und den Vereinigten Staaten sind groß. Diesmal geht es nicht um Chips oder Stahl, sondern um ein weniger bekanntes, aber entscheidendes Produkt: Seltene Erden. Seit Ausbruch dieses Konflikts steht der Bitcoin Kurs deutlich unter Druck. Höchste Zeit, das genauer unter die Lupe zu nehmen.
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Was sind Seltene Erden eigentlich?
Seltene Erden sind eine Gruppe von 17 metallischen Elementen mit Namen, die nur wenige kennen: Samarium, Yttrium, Dysprosium und Lutetium, um nur einige zu nennen.
Für sich genommen wirken sie vielleicht unscheinbar. In Kombination mit anderen Materialien sorgen sie jedoch für widerstandsfähigere Werkstoffe, starke Magnete und bessere Elektronik. Sie stecken in:
- den kleinen Lautsprechern kabelloser Ohrstöpsel
- Motoren in Elektroautos oder sogar in Autositzen
- den Displays von Smartphones und Laptops
- und, nicht zuletzt, in Waffensystemen wie Kampfjets, U-Booten und Marineschiffen
Ein modernes Kampfflugzeug enthält über 400 Kilo Seltener Erden. So wichtig sind diese Rohstoffe.
Chinas Machtposition
Trotz des Namens sind Seltene Erden nicht wirklich selten. Sie kommen weltweit vor, unter anderem in Brasilien, Indien und Australien. Das Problem liegt jedoch in der Produktion:
- Rund 70% der Förderung findet in China statt.
- Bei Verarbeitung und Raffination sind es sogar über 90%.
Und gerade dieser letzte Schritt ist schwierig, teuer und umweltschädlich. Viele westliche Länder haben diese schmutzige Arbeit jahrelang China überlassen. Die Folge: Die Welt ist heute weitgehend von einer riesigen Mine in Nordchina abhängig.
Womit droht China jetzt?
Ab dem 1. Dezember will Peking, dass jedes Produkt, das selbst nur geringe Mengen chinesischer Seltener Erden enthält, eine Ausfuhrgenehmigung braucht. Auf dem Papier wirkt das wie eine Formalie. In der Praxis verschafft es China ein mächtiges Druckmittel: Es kann die Exporte jederzeit stoppen.
Das hätte enorme Folgen für Industrien auf der ganzen Welt – von der Rüstungsbranche bis zur Unterhaltungselektronik.
Die Reaktion aus Washington
US-Präsident Trump reagierte mit der Drohung, 100 Prozent zusätzliche Einfuhrzölle auf chinesische Waren zu erheben. Gleichzeitig laufen die Verhandlungen zwischen beiden Ländern weiter. Ende Oktober treffen sich Trump und Chinas Präsident Xi Jinping beim APEC-Gipfel in Peru. Bis dahin wirkt es wie ein Spiel aus Drohen und Gegendrohen.
Laut US-Quellen erwägt Washington als Gegenmaßnahme sogar eigene Exportbeschränkungen, etwa für Software.
Was steht auf dem Spiel?
Der Einsatz ist hoch: Ein Handelskonflikt um Seltene Erden könnte die Weltwirtschaft treffen. Ohne diese Metalle geraten Produktion und Arbeitsplätze in Gefahr – besonders in der Technologie- und Rüstungsindustrie.
Dennoch erwarten die meisten Analysten nicht, dass China seine Macht vollständig ausspielt. Auch für Chinas Wirtschaft wäre ein Exportstopp schmerzhaft. Doch schon die bloße Drohung sorgt für Unruhe an den Märkten.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China dreht sich zunehmend um strategische Rohstoffe, die in fast allem stecken, was wir täglich nutzen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Hahn ganz zugedreht wird, ist gering. Solange sich beide Großmächte jedoch gegenseitig herausfordern, werden die Märkte nervös reagieren.
Vorerst dürfte Bitcoin darunter leiden.
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