Wenn Sie in den letzten 12 bis 14 Monaten nicht unter einem Stein gelebt haben, dann wissen Sie, dass die Amerikanische Zentralbank eine beispiellose Kampagne zur Zinserhöhung gestartet hat. Das Hauptziel dieser Zinserhöhungen besteht darin, die Inflation unter Kontrolle zu bekommen. Die Zentralbank ist jedoch so fanatisch, dass der Zins auf dem höchsten Stand seit 2007 liegt und wir mit der aggressivsten Zinskampagne in der jüngeren Geschichte konfrontiert sind.
Diese schöne Darstellung von Visual Capitalist zeigt, wie intensiv und aggressiv die aktuelle Kampagne der US-amerikanischen Federal Reserve ist.

Schneller als je zuvor
Im Prinzip erzählt das obige Diagramm fast alles, was Sie über diese Zinskampagne der Federal Reserve wissen müssen. Der einzige Grund, warum wir in den letzten Wochen bis Monaten noch keine Rezession gesehen haben, liegt wahrscheinlich darin, dass die Federal Reserve die Zinsen so schnell erhöht hat. Innerhalb von 14 Monaten ist der Effective Federal Funds Rate (EFFR) um 4,88 Prozent gestiegen.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir den wahren Schmerz dieser Zinserhöhungen erst mit der Zeit spüren werden. Obwohl wir bereits einen ersten Einblick in den Beginn der Bankenkrise im März 2023 hatten.
Übrigens ist der EFFR der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig Geld leihen. Die Federal Reserve legt den Federal Funds Target Rate fest und letztendlich müssen die Banken innerhalb dieses Zielzinssatzes (derzeit 5,00 – 5,25 Prozent) einen effektiven Zinssatz festlegen.
In der obigen Tabelle können Sie auch sehen, wie aggressiv diese Kampagne der Federal Reserve, die übrigens noch nicht vorbei ist, bisher zugeschlagen hat.
Das Ende in Sicht?
Die große Frage ist natürlich, wann die Federal Reserve endlich mit den Zinserhöhungen fertig sein wird. Denn es ist für den Markt überhaupt keine gute Entwicklung, dass die amerikanische Zentralbank die Zinsen immer weiter erhöht. Wir haben 2022 gesehen, was das alles mit Bitcoin gemacht hat und darüber waren wir natürlich nicht glücklich.

Zum Zeitpunkt des Schreibens hält der Markt die Wahrscheinlichkeit für recht hoch (63,8 Prozent), dass die Federal Reserve mit ihrer Kampagne fertig ist. Das bedeutet, dass sie bei der nächsten Zinsentscheidung am 14. Juni für eine Zinspause optieren könnten.
Etwa 36,2 Prozent rechnen jedoch noch mit einer weiteren Zinserhöhung von 0,25 Prozent. Das würde bedeuten, dass der Markt noch einen kleinen letzten Schlag erhält. Persönlich glaube ich nicht, dass die Federal Reserve dazu übergehen wird.
Aber der US-Arbeitsmarkt SCHEINT derzeit noch Spielraum für eine weitere Erhöhung zu bieten. Wir dürfen jedoch auch nicht vergessen, dass das Tempo der Zinserhöhungen (5 Prozent in 14 Monaten) uns den falschen Eindruck vermitteln kann, dass die Auswirkungen nicht so schlimm sind.
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