Der insolvente Krypto-Währungsanbieter Genesis Global Capital hat eine Klage gegen die Kryptowährungsbörse Gemini eingereicht, die derzeit insolvent ist, mit dem Ziel, $689 Millionen an bevorzugten Überweisungen zurückzufordern. Diese rechtliche Maßnahme wurde in einer Klage am 21. November offengelegt.
Überweisungen zum Nachteil der Gläubiger
Gemäß der Klage hat Gemini bevorzugte Überweisungen in Höhe von etwa $689.302.000 zum Nachteil anderer Gläubiger durchgeführt. Genesis ersucht das Gericht nun, diese mutmaßliche Ungerechtigkeit zu korrigieren.
Nach dem Zusammenbruch der FTX-Krypto-Börse sind die beiden großen Akteure in der Kryptowelt in einen öffentlichen Streit über die Rückforderung von Geldern verwickelt, der schließlich zu rechtlichen Auseinandersetzungen eskalierte.
Bereits zuvor eingeleitete rechtliche Schritte
Bereits am 27. Oktober hatte Gemini eine Klage gegen das insolvente Genesis eingereicht, um 62.086.586 Aktien des Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) verwenden zu können. Diese Aktien dienten als Sicherheit, um Darlehen abzusichern, die von 232.000 Benutzern von Gemini an Genesis über das Gemini Earn Program gewährt wurden. Der Wert dieser Sicherheit stieg auf $1,6 Milliarden gemäß den aktuellen Marktkonditionen.
Im Januar dieses Jahres beantragte Genesis Insolvenz, nachdem im November 2022 Auszahlungen ausgesetzt worden waren. Die Insolvenz von Genesis hatte Auswirkungen auf das Gemini Earn-Programm, wodurch die Krypto-Börse das Mutterunternehmen von Genesis, DCG, und dessen CEO Barry Silbert im Juli wegen Betrugs im Zusammenhang mit dem Earn-Programm verklagte.
Im September reichte Genesis seinerseits auch eine Klage gegen sein Mutterunternehmen, DCG, ein und forderte die Rückzahlung mehrerer Darlehen im Wert von mehr als $600 Millionen.
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