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Die beliebte Kryptobörse Coinbase hat eine Klage gegen Tobias Honscha, einen Einwohner von Isernhagen in Deutschland, eingereicht. Das Unternehmen beschuldigt ihn der Domain-Kaperei und des Missbrauchs der Domain coinbase.de, um von der Markenbezeichnung zu profitieren. Laut der Klage versuchte Honscha zudem, die Domain zu einem „aufgeblasenen Preis“ an Coinbase zu verkaufen.
Das Domain wurde verwendet, um Besucher zu einer App für den Handel mit physischen Münzen weiterzuleiten. Außerdem soll Honscha Einnahmen über das Affiliateprogramm von Coinbase erzielt haben. Dies verstößt gegen die Bedingungen, die die Verwendung des Markennamens in Domainnamen ausdrücklich verbieten.
In der Klage, die bei einem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht wurde, behauptet Coinbase, dass das Domain den Eindruck erweckt, das Unternehmen sei selbst der Eigentümer von coinbase.de. Damit werde laut der Börse Missbrauch der Reputation gemacht, die Coinbase in den letzten zehn Jahren aufgebaut hat.
Das Unternehmen betont, dass Honscha sich nicht an die Regeln des Affiliateprogramms gehalten hat. Er soll Provisionen für neue Nutzer erhalten haben, obwohl es verboten ist, Domainnamen zu verwenden, die den offiziellen Coinbase-Websites ähneln.
Die Kryptobörse behauptet weiter, dass Honscha Coinbase unter Druck gesetzt habe, um das Domain zu einem hohen Preis zu übernehmen. Dabei soll er auf die Risiken von Phishing-Angriffen und Missbrauch von E-Mails, die an @coinbase.de gekoppelt sind, hingewiesen haben.
Laut der Klage nutzte Honscha das Domain, um einen E-Mail-Service zu betreiben. Dadurch könnten E-Mails fälschlicherweise den Eindruck erwecken, von Coinbase zu stammen, was sensible Daten der Nutzer gefährden könnte. Coinbase spricht von einem „Versuch der Erpressung“.
Zum Zeitpunkt der Klage verwies das Domain auf ein Forum für den Handel mit physischen Münzen. Dort wurde Honscha als verantwortliche Person genannt. Eine Anfrage um Stellungnahme über die angegebene E-Mail-Adresse blieb unbeantwortet.
Coinbase bittet das Gericht, das Domain der Börse zuzuweisen. Zudem möchte das Unternehmen Schadenersatz, Rückzahlung von Gewinnen aus dem mutmaßlichen Missbrauch und Entschädigung für die Provisionen, die über das Affiliateprogramm erhalten worden sein sollen.
Domain-Kaperei, auch Cybersquatting genannt, ist das Registrieren von Domainnamen, die bekannten Marken ähneln. Oft werden diese Domains später für viel Geld weiterverkauft oder genutzt, um Besucher irrezuführen.
Coinbase behauptet, dass Honscha diese Taktik nutzte, um finanziellen Vorteil zu erlangen. Das Gericht muss nun entscheiden, ob die Kryptobörse das Domain coinbase.de beanspruchen kann und so weitere Irreführung verhindern kann.
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