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Der Anteil der Kryptobörse Coinbase (COIN) hat im Juni einen starken Anstieg von nicht weniger als 43 Prozent erlebt. Damit ist das Unternehmen derzeit das am besten performende Wertpapier innerhalb des renommierten S&P 500-Index. Was erklärt diesen Anstieg?
Der Kursanstieg von Coinbase wird teilweise den Entwicklungen rund um den sogenannten GENIUS Act zugeschrieben. Dieser Gesetzesvorschlag, der sich auf Stablecoins bezieht, die an den US-Dollar gekoppelt sind, bietet laut Analysten Möglichkeiten für neue Einnahmequellen. Dadurch verlagern Investoren ihren Fokus von traditionellen Handelsgebühren zu Einnahmen aus Stablecoin-Aktivitäten.
Coinbase hat enge Verbindungen zu Circle, dem Herausgeber des Stablecoin USDC. Diese Partnerschaft spielt eine wichtige Rolle im Geschäftsmodell des Unternehmens. Coinbase erhält nicht nur alle Einnahmen aus USDC-Guthaben auf seiner Plattform, sondern auch etwa 50 Prozent von anderen USDC-bezogenen Einnahmen. Laut Fintech-Analyst Devin Ryan repräsentiert dies nicht weniger als 99 Prozent des Gesamtumsatzes von Circle.
Seit der Aufnahme in den S&P 500 Ende Mai ist der Anteil von Coinbase drei Monate in Folge gestiegen. Mit einem Höchststand von 382 Dollar diese Woche und einem Schlusskurs von 353 Dollar hat das Wertpapier sein höchstes Niveau seit dem Börsengang erreicht. Im nachbörslichen Handel fiel der Anteil noch leicht auf 351 Dollar.
Zum Vergleich: Der breitere S&P 500-Index stieg im Juni um etwa 5 Prozent, unterstützt durch nachlassende geopolitische Spannungen. Die Leistung von Coinbase ragt hier deutlich heraus.
Auffällig ist, dass die Handelsvolumina auf Coinbase trotz des steigenden Kurses gerade gesunken sind. Seit April ist das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen auf der Plattform stetig zurückgegangen. Dies deutet darauf hin, dass der aktuelle Kursanstieg hauptsächlich durch fundamentale Entwicklungen getrieben wird und weniger durch aktiven Handel.
Kurzfristig könnte der Kurs von Coinbase wohl etwas bremsen. Nach einem so schnellen Anstieg ist das vollkommen gesund. Aber langfristig ist sicherlich noch mehr möglich. Analysten von Bernstein sehen beispielsweise einen Kurs von 510 Dollar vor.
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