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Bitcoin (BTC)-Anlegern steht ein neues Instrument zur Verfügung. Die CME Group, die weltweit größte Derivatebörse, hat nämlich Futures eingeführt, die nicht auf die Kursrichtung von Bitcoin setzen, sondern auf die erwartete Volatilität der digitalen Währung.
Die ersten Transaktionen wurden inzwischen von Monarq Asset Management und der Handelsfirma DV Chain durchgeführt. Damit hat der Handel mit den neuen Futures offiziell begonnen.
Die neuen Kontrakte sind an den CME CF Bitcoin Volatility Index (BVX) gekoppelt. Dieser Index misst, wie sich die Volatilität von Bitcoin nach Markterwartungen in den kommenden vier Wochen entwickeln wird.
Das unterscheidet die Produkte grundlegend von traditionellen Futures oder Optionen. Bei diesen Instrumenten müssen Anleger in der Regel einschätzen, ob der Bitcoin-Kurs steigen oder fallen wird. Bei den neuen Volatilitäts-Futures dreht sich alles ausschließlich um die Frage, wie viel Bewegung erwartet wird.
Ein Händler, der glaubt, dass der Markt unruhig wird, kann auf einen Anstieg der Volatilität setzen. Wer hingegen eine ruhige Phase erwartet, kann das Gegenteil tun.
Nach Ansicht von Branchenvertretern eröffnet dies neue Möglichkeiten für Handels- und Risikomanagementstrategien. Vor allem institutionelle Anleger können damit besser auf wichtige wirtschaftliche Ereignisse reagieren.
Man denke beispielsweise an die Veröffentlichung der US-Inflationszahlen oder Zinsentscheidungen der Federal Reserve. Solche Ereignisse sorgen regelmäßig für erhebliche Schwankungen auf dem Kryptomarkt. Mit den neuen Futures können Anleger gezielt auf diese erwarteten Bewegungen reagieren, ohne eine Position zur Kursrichtung einnehmen zu müssen.
Shiliang Tang, CEO von Monarq Asset Management, bezeichnet die Einführung als wichtigen Schritt zur weiteren Professionalisierung des Kryptomarktes.
„Da Bitcoin zunehmend als institutionelle Anlageform angesehen wird, wächst auch der Bedarf an fortschrittlichen Instrumenten für das Risikomanagement. Die Bitcoin-Volatilitäts-Futures der CME Group bieten Anlegern die Möglichkeit, ihre Markteinschätzung präziser zum Ausdruck zu bringen und ihre Portfolios in einem transparenten und regulierten Umfeld effizienter abzusichern.“
Mit der Einführung der Volatilitätsfutures erweitert CME sein bestehendes Kryptoangebot. Die Börse bietet bereits Standard- und Mikrofutures auf Bitcoin und Ethereum (ETH) sowie verschiedene Optionsprodukte an.
Das Interesse an diesen Produkten nimmt weiter zu. Laut CME wurden in diesem Jahr durchschnittlich mehr als 266.000 Krypto-Derivatekontrakte pro Tag gehandelt. Das ist ein Anstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Anzahl der offenen Positionen stieg um 18 Prozent auf durchschnittlich etwa 274.500 Kontrakte.
Die Einführung der neuen Futures zeigt, dass der Markt für Bitcoin immer reifer wird. Während Anleger früher vor allem auf steigende oder fallende Kurse spekulieren konnten, entstehen nun immer mehr Instrumente, mit denen auch Risiken und Marktbewegungen selbst handelbar werden.
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