Die Debatte über strengere Vorschriften für Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten gewinnt zunehmend an Einfluss auf den Markt. Investoren reagieren auffallend enthusiastisch auf einen neuen Schritt im Zusammenhang mit dem sogenannten CLARITY Act. Nach Ansicht mehrerer Analysten könnte dieses Gesetz letztendlich einen neuen Bullenmarkt für Bitcoin (BTC) und andere Kryptowährungen einleiten.
Santiment registriert Euphoriewelle
Der US-Senatsausschuss für Bankangelegenheiten stimmte am Donnerstag mit 15 zu 9 Stimmen für die weitere Behandlung des CLARITY Act. Alle republikanischen Mitglieder stimmten dafür, zusammen mit zwei Demokraten. Das Gesetz soll klarere Regeln für Kryptowährungen in den Vereinigten Staaten schaffen.
Diese Nachricht führte nahezu sofort zu mehr Optimismus unter den Anlegern. Laut dem Analyseplattform Santiment entstand in den sozialen Medien eine „große Welle der Euphorie“ rund um Bitcoin.
„Bitcoin hat in den sozialen Medien einen großen Hype erlebt, nachdem der Senatsausschuss den CLARITY Act gebilligt hat“, schrieb Santiment auf X. Laut der Plattform bringt dies den Kryptosektor „einen Schritt näher an die endgültige Verabschiedung“.
Im Bitcoin-Kurs ist dieser Optimismus vorerst kaum sichtbar. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels schwankt der Bitcoin-Kurs um die 76.800 Dollar. Damit liegt der Kurs gut 5 Prozent unter dem Wert von vor einer Woche und in etwa auf dem Niveau von Anfang Mai.
Auch der Crypto Fear & Greed Index zeigt, dass die Anleger weiterhin vorsichtig sind. Der Index verzeichnet heute einen Wert von 27, während letzte Woche noch ein neutraler Wert von 48 gemessen wurde.
Weißes Haus bleibt vorsichtig
Santiment sieht gleichzeitig auch Risiken im zunehmenden Optimismus auf sozialen Medien. Laut dem Plattform gibt es derzeit etwa 1,55 positive Reaktionen auf Bitcoin gegenüber jeder negativen Reaktion in sozialen Medien.
„Wir raten zur Zurückhaltung. Märkte entwickeln sich meist entgegen den Erwartungen der Masse“, so Santiment.
Dennoch bleiben viele Analysten positiv. Michael van de Poppe von MN Trading Capital bezeichnet das Gesetz sogar als „das größte und historisch bedeutendste Gesetz für die gesamte Branche“. Seiner Meinung nach könne die Regulierung „ein starker Auslöser für den kommenden Bullenmarkt sein“.
Auch im Weißen Haus herrscht Optimismus, doch dort wird noch nicht zu früh gejubelt. Krypto-Berater Patrick Witt nennt die Abstimmung als „einen großen Schritt nach vorne“, sagt aber, dass noch Arbeit nötig ist, bevor das Gesetz endgültig fertig ist.
Laut Santiment könnte sich die Verabschiedung des CLARITY Act langfristig positiv auf Kryptowährungen auswirken. Große institutionelle Akteure könnten dann leichter wieder in den Markt einsteigen.
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