Circle, das Unternehmen hinter der Stablecoin USDC, sorgt derzeit an der Wall Street für Aufsehen. Seit dem letzten Dienstag ist der Aktienkurs um 61 Prozent gestiegen, wodurch monatelange Verluste auf einen Schlag ausgeglichen wurden. Nach Veröffentlichung der neuesten Quartalszahlen gehört Circle zu den Aufsteigern an der US-Börse.

CRCL-Aktie jetzt 36 Dollar teurer

Letzten Dienstag konnte man die CRCL-Aktie noch für weniger als 60 Dollar erwerben, inzwischen liegt der Preis bei über 96 Dollar.

Der Tageschart der CRCL-Aktie. – Quelle: TradingView

Trotz der starken Rally liegt der Aktienkurs noch immer gut 10 Prozent unter dem Niveau nach dem ersten Handelstag an der New York Stock Exchange (NYSE) im Juni letzten Jahres.

Gestern legte der Kurs um mehr als 15 Prozent zu, doch vergangenen Mittwoch war ein besonders verrückter Tag. An diesem Tag gab es einen Zuwachs von über 35 Prozent, ausgelöst durch die starken Quartalszahlen, die nach Börsenschluss am Dienstag bekannt gegeben wurden.

Der Umsatz stieg um 77 Prozent auf 770 Millionen Dollar. Dieses Wachstum wurde durch USDC angetrieben, das um 72 Prozent auf ein Marktvolumen von 75,3 Milliarden Dollar anwuchs. Der Gewinn pro Aktie lag bei 0,43 Dollar, deutlich über den Erwartungen von 0,35 Dollar.

Circle wurde 2013 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf digitale Zahlungen und Bitcoin-Dienste. Erst 2018 wurde USDC in Zusammenarbeit mit der Kryptobörse Coinbase eingeführt und an den Dollar gekoppelt.

Große Akteure umarmen Stablecoins

Während Bitcoin (BTC) im Oktober seinen Höchststand erreichte, fällt der CRCL-Aktienkurs seit Sommer letzten Jahres. Ende Juni wurde ein Höchstwert von knapp 300 Dollar nach einer erstaunlichen Rally von über 360 Prozent erreicht.

Vor allem die Einführung des GENIUS Act, des ersten regulatorischen Rahmens in den USA für Stablecoins, gab Circle Auftrieb. Dies ist eine gute Nachricht für Circle, da es endlich Klarheit schafft.

Für Circle bedeutet dies mehr Legitimität. USDC ist bereits stark auf die Einhaltung von Vorschriften ausgerichtet, mit transparenten Berichten über Reserven und Zusammenarbeit mit Aufsichtsbehörden. Wenn die Messlatte offiziell höher gelegt wird, haben kleinere oder weniger transparente Konkurrenten es schwerer. Das spielt Circle in die Karten.

Darüber hinaus senkt die Regulierung die Eintrittshürden für große Finanzinstitute. Dies beobachten wir bereits in den letzten Monaten, da immer mehr große Akteure in den Stablecoin-Markt einsteigen.

Letzte Woche wurde bekannt, dass Meta, das Mutterunternehmen von Facebook, Instagram und Whatsapp, plant, Stablecoins in seine Plattformen zu integrieren. Zudem haben Fidelity, Société Générale und weitere große amerikanische Banken kürzlich Pläne für ihre eigenen digitalen Dollars angekündigt.

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