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TSMC gilt weiter als wichtiger Gradmesser für den KI-Zyklus. Der taiwanische Chipkonzern meldete für das zweite Quartal ein Gewinnplus von 77,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und übertraf damit die Erwartungen deutlich.

Der Umsatz stieg auf 1,27 Billionen Taiwan-Dollar, umgerechnet rund 39,5 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten mit 1,264 Billionen Taiwan-Dollar gerechnet.

Der Nettogewinn lag bei 706,6 Milliarden Taiwan-Dollar, während der Markt 632,6 Milliarden erwartet hatte. Damit erzielte TSMC im fünften Quartal in Folge einen Rekordgewinn.

De meteorische stijging van TSMC in beeld.
Der rasante Kursanstieg von TSMC im Überblick. Quelle: TradingView

KI-Nachfrage bleibt außergewöhnlich stark

Nach Angaben von Konzernchef C.C. Wei bleibt die Nachfrage nach KI „außergewöhnlich robust“. Genau darauf achten Anleger derzeit besonders. TSMC produziert Chips für Unternehmen wie Nvidia, Apple und Broadcom. Vor allem die Nachfrage nach modernen KI-Chips treibt das Wachstum weiter an.

Das zeigt sich auch in der Umsatzstruktur. Fortschrittliche Technologien mit 7 Nanometern und kleiner standen für 77 Prozent des Wafer-Umsatzes.

Die 5-Nanometer-Technologie steuerte 33 Prozent zum Umsatz bei. Die 3-Nanometer-Technologie folgte mit 30 Prozent.

Auch Hochleistungsrechnen dominiert inzwischen den Umsatzmix. Das Segment kam 2026 auf 66 Prozent des Umsatzes, gegenüber 22 Prozent bei Smartphones.

Das verdeutlicht, wie stark sich TSMC von Unterhaltungselektronik hin zu KI, Rechenzentren und leistungsfähigen Prozessoren verschoben hat.

Weitere 100 Milliarden US-Dollar für Arizona

Auffällig ist auch die neue Investition in den Vereinigten Staaten. TSMC will weitere 100 Milliarden US-Dollar in Arizona investieren.

Damit steigt die Gesamtinvestition in dem Bundesstaat auf 265 Milliarden US-Dollar. Das Geld fließt in neue Fabriken für 2-Nanometer-Chips sowie in moderne Packaging-Kapazitäten. Letzteres wird immer wichtiger, weil KI-Chips nicht nur leistungsfähiger werden, sondern auch komplexer zusammengesetzt werden müssen.

Mit der Investition will TSMC die starke mehrjährige Nachfrage großer US-Kunden bedienen.

Starke Prognose

Auch der Ausblick für das dritte Quartal fällt kräftig aus. TSMC rechnet mit einem Umsatz zwischen 44,6 und 45,8 Milliarden US-Dollar sowie einer operativen Marge von 56 bis 58 Prozent.

Das sind hohe Werte, gerade in einer Branche, in der Anleger KI-Investitionen zuletzt kritischer hinterfragt haben. Offen ist, ob die enormen Investitionen in Rechenzentren und Chips dauerhaft tragfähig sind. TSMC liefert vorerst eine klare Antwort: Die Aufträge reißen nicht ab.

Die Aktie legte am Donnerstag um 1,23 Prozent zu und liegt seit Jahresbeginn inzwischen mehr als 58 Prozent im Plus.

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