Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft lag 2025 bei fünf Prozent. Damit verzeichnete das Land eines der niedrigsten Wachstumsraten seit Jahrzehnten. Insbesondere die schwache Binnennachfrage und eine schrumpfende Bevölkerung stellen für Peking ein wachsendes Problem dar.
Wachstum abhängig vom Export
Obwohl China sein Wachstumsziel von rund fünf Prozent erreichen konnte, warnen Analysten vor einer ungleich verteilten Wachstumsdynamik. Der Binnenkonsum bleibt zurück, die Jugendarbeitslosigkeit ist hoch und der Immobilienmarkt ist im Niedergang.
Die chinesische Regierung stützte sich stark auf den Export, um die Wirtschaft am Laufen zu halten. Die Ausfuhren von Waren und Dienstleistungen trugen im vergangenen Jahr zu 33 Prozent zum Wirtschaftswachstum bei. Das ist der höchste Anteil seit 1997. Dank einer Neuausrichtung der Handelsströme nach Afrika und Europa konnte China sogar die US-Importzölle teilweise umgehen. Der Handelsüberschuss erreichte ein Rekordniveau von 1.200 Milliarden Dollar.
Binnennachfrage und Demografie unter Druck
Der starken Exportleistung steht eine schwache Binnennachfrage gegenüber. Der Konsum bleibt aufgrund des niedrigen Verbrauchervertrauens und begrenztem Einkommenswachstum zurück. Ökonomen warnen, dass dieses strukturelle Ungleichgewicht die größte Bedrohung für das zukünftige Wachstum Chinas darstellt.
Auch demografisch gibt es Anlass zur Besorgnis. Die Geburtenrate fiel auf das niedrigste Niveau seit 1949. Im vergangenen Jahr wurden nur 7,9 Millionen Babys geboren, ein Rückgang um 1,6 Millionen im Vergleich zum Vorjahr. Trotz Kampagnen zur Anregung von Familien, mehr Kinder zu bekommen, bleibt die Geburtenrate pro 1.000 Einwohner bei 5,6.
Ausblick: Geringeres Wachstumstempo erwartet
Im vierten Quartal 2025 wuchs das chinesische BIP um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist das niedrigste Quartalswachstum seit der Aufhebung der Corona-Maßnahmen.
Für 2026 sind die Erwartungen gedämpft. Die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) und Goldman Sachs prognostizieren ein Wachstum von 4,4 bis 4,8 Prozent. Damit scheint die Ära struktureller Wachstumszahlen von über sechs Prozent endgültig vorbei zu sein.
Ex-Apple-Manager baut das Apple von morgen – nicht im Silicon Valley, sondern in China
Ein früherer Apple-Spitzenmanager arbeitet am Apple von morgen. Allerdings nicht in den USA, sondern in China.
Musk-Konzern SpaceX bewegt Bitcoin: Das steckt dahinter
Zum ersten Mal seit Monaten hat SpaceX Bitcoin transferiert. Die Transaktionen deuten jedoch nicht auf einen Verkauf hin, sondern wirken rein technischer Natur.
BlackRock fordert Invesco mit neuem Nasdaq-100-ETF heraus
BlackRock bringt in dieser Woche einen Nasdaq-100-ETF auf den Markt und tritt im beliebten ETF-Segment in direkte Konkurrenz zu Invesco.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
