China hat seine größten Raffinerien angewiesen, den Export von Diesel und Benzin mit sofortiger Wirkung einzustellen. Peking will verhindern, dass die inländischen Bestände durch die Eskalation am Persischen Golf unter Druck geraten.
Größte Staatsunternehmen müssen Export einstellen
Beamte der NDRC, der chinesischen Regierungsbehörde, die die Wirtschaftspolitik steuert, haben Raffinerien angewiesen, vorübergehend keine neuen Exportverträge abzuschließen. Unternehmen sollen sogar versuchen, bestehende Lieferungen zu stornieren.
Betroffen sind große Staatsunternehmen wie PetroChina, Sinopec, CNOOC und Sinochem, aber auch die private Raffinerie Zhejiang Petrochemical. Lieferungen nach Hongkong und Macau bleiben jedoch erlaubt.
Nicht nur China: Ganz Asien greift ein
China ist nicht das einzige Land, das Maßnahmen ergreift. In Japan, Indien und Indonesien haben Raffinerien ihre Produktion bereits reduziert und Exporte eingeschränkt. Durch den Krieg am Persischen Golf kommen kaum noch Öl oder Kraftstoffe aus der Region, weshalb Länder in Asien versuchen, ihre eigenen Vorräte zu sichern.
China verfügt über enorme Raffineriekapazitäten und nutzt schon seit Längerem ein strenges Quotensystem für den Export von Benzin, Diesel und Kerosin. Damit kann die Regierung schnell eingreifen, wenn die inländische Energieversorgung gefährdet ist.
Fast die Hälfte der chinesischen Ölimporte stammt aus der Golfregion
Die Maßnahme unterstreicht, wie verletzlich China trotz seiner Bemühungen bleibt, die Energieversorgung zu diversifizieren. Fast die Hälfte aller Ölimporte stammt noch immer aus dem Persischen Golf, darunter große Mengen aus Iran, die nahezu vollständig nach China verschifft werden.
Da die Lieferungen aus der Region stocken, priorisiert Peking die Sicherung des eigenen Marktes. Sollte die Situation anhalten, könnte dies die Verfügbarkeit von Kraftstoffen im restlichen Asien weiter unter Druck setzen.
Anleger halten an KI fest – aber nicht mehr um jeden Preis
Privatanleger bleiben bei KI optimistisch, sorgen sich aber zunehmend über hohe Bewertungen, Zinsen und geopolitische Risiken.
KI-Fonds wollen bis zu 7 Milliarden in US-Börsengang von SK Hynix investieren
Der viel beachtete Leopold Aschenbrenner setzt mit seinem KI-Fonds groß auf den US-Börsengang des asiatischen Konzerns SK Hynix.
Neue Phase im Ukraine-Krieg rückt den Konflikt zurück in den Fokus der Märkte
Der Ukraine-Krieg rückt wieder stärker in den Vordergrund. Zugleich zeichnet sich eine neue Phase des Konflikts ab. Das ist jetzt wichtig.
Meist gelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
