Die gegenseitigen Importzölle des amerikanischen Präsidenten Donald Trump sind offiziell in Kraft. Seit Mittwochmorgen, dem 9. April 2025, gelten wieder erhöhte Zölle auf Waren aus nicht weniger als 86 verschiedenen Ländern. Was mit einem Basistarif von 10% begann, stieg schnell auf Tarife, die bis zu 104% erreichen.
Hohe Tarife für Asien und Afrika
Eine der größten Wirtschaftsmächte der Welt, China, erleidet die härtesten Schläge. Durch eine Kombination aus zuvor auferlegten und kürzlich erhöhten Einfuhrzöllen steigt der Gesamttarif für chinesische Exporte in die USA auf beispiellose 104%. Dies ist eine Zusammenführung einer früheren Abgabe von 20%, einem zusätzlichen Aufschlag von 34% und einer Last-Minute-Erhöhung von 50%, die Trump am Dienstagabend noch unterzeichnete.
Aber China ist sicherlich nicht das einzige Land, das betroffen ist. Andere Länder in Asien und Afrika, einschließlich Lesotho (50%), Kambodscha (49%), Laos (48%) und Vietnam (46%), sehen ihren Zugang zum amerikanischen Markt plötzlich viel teurer werden. Für Indien liegt der Tarif bei 26%, worauf die Zentralbank sofort mit einer Zinssenkung reagierte, um die wirtschaftlichen Auswirkungen abzumildern.
Weitere Rückgänge
Die Auswirkungen dieser neuen gegenseitigen Importzölle machen sich sofort auf den Finanzmärkten bemerkbar. Der AEX ist rot und notiert zum Zeitpunkt des Schreibens einen Rückgang von etwa 2,5%. Auch in Asien begann der Handelstag unruhig. Nach einem anfänglichen kleinen Erholungsversuch ist der japanische Börsenindex JP225 inzwischen um mehr als 5% im Vergleich zum lokalen Höchststand von gestern gefallen. Ein heftiger Schlag.
Und der Kryptomarkt? Auch der erlitt einen Schlag. Bitcoin (BTC) fiel kurzzeitig unter 75.000 $, das niedrigste Niveau seit November letzten Jahres. Keine große Panik, denn mittlerweile scheint sich der Kurs wieder etwas zu erholen. Dieses Preisniveau erweist sich erneut als eine Unterstützungslinie, auf die viele Käufer einspringen. Es bleibt spannend zu sehen, ob diese Linie in den kommenden Tagen hält.
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