Vor rund vier Jahren führte das größte Land Asiens ein Verbot für das Mining von Kryptowährungen ein. In der Folge verschwand China nahezu vollständig von der Bildfläche der Miningwelt. Doch einige Jahre später erlebt das Land plötzlich ein Comeback.
Das Verbot gilt zwar weiterhin, dennoch liegt der Anteil der Miner in China mittlerweile bereits bei 15 bis 20 Prozent des weltweiten Angebots. Wie konnte es dazu kommen – und warum ist Mining im Land nach wie vor so beliebt?
China erobert seine Rolle im Mining zurück
Laut der Datenplattform CryptoQuant ist China inzwischen verantwortlich für einen Anteil von 15 bis 20 Prozent an der gesamten Miningkapazität. Eine äußerst bemerkenswerte Zahl, da diese Aktivität im Land offiziell bereits seit Jahren verboten ist. Mit diesen Werten belegt China weltweit den dritten Platz unter den Mining-Nationen.
Naheliegend ist die Frage, wie eine verbotene Tätigkeit in China dennoch in einem solchen Ausmaß stattfinden kann. Vermutlich hängt dies mit der sich wandelnden Haltung des Landes gegenüber Kryptowährungen zusammen. War man zunächst ein entschiedener Gegner, zeichnet sich nun zunehmend ein Kurswechsel ab. So werden Stablecoins immer stärker reguliert und legalisiert, etwa in Form einer digitalen Variante der nationalen Yuan-Währung.
Die Lockerung von Chinas Position führt dazu, dass sogenannte unterirdische Bitcoin- (BTC) Miner verstärkt zurückkehren und wieder vom chinesischen Festland aus operieren. Vor allem in Regionen mit günstigen Strompreisen und einem Überschuss an Rechenkapazität – etwa in Rechenzentren – dürften sich mehr Miner angesiedelt haben. Dem Nachrichtenmedium Reuters zufolge betrifft dies vor allem die Regionen Xinjiang und Sichuan.
Bitcoin-Hashprice fällt auf Rekordtief
Der sogenannte „Bitcoin Hashprice“, also die Einnahmen, die Miner erzielen können, ist in jüngster Zeit deutlich gesunken. Am Freitag lag er mit 34,2 Dollar pro PH/s sogar auf dem niedrigsten Stand aller Zeiten. Ein Rückgang dieses Preises fällt in der Regel mit einer Erhöhung des Schwierigkeitsgrads beim Bitcoin-Mining zusammen. Steigen hingegen der Kurs oder die Transaktionsgebühren, legt der Hashprice normalerweise zu.

Der Schwierigkeitsgrad wird regelmäßig angepasst. Der nächste Anpassungstermin wird derzeit für den kommenden Mittwoch erwartet. Schätzungen gehen davon aus, dass der Wert um etwas mehr als 2 Prozent sinken wird – eine positive Entwicklung für Miner.
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