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Im Mai stiegen Chinas Goldimporte auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren. Damit unterstreicht der weltweit größte Goldkäufer, dass die Nachfrage nach dem Edelmetall trotz des Preisdrucks der letzten Monate überraschend stark bleibt.

Laut am Samstag veröffentlichten Zollzahlen importierte China im vergangenen Monat etwa 163 Tonnen Gold. Dies ist das höchste monatliche Volumen seit März 2024. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 beliefen sich die Gesamtimporte auf etwa 692 Tonnen, etwa 76 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Privatanleger und Sparpläne treiben die Nachfrage an

Vor allem die Nachfrage nach physischen Goldbarren und Goldsparplänen ist laut Song Jiangzhen, Forscher an der Guangzhou Southern Gold Market Academy, die treibende Kraft hinter dem starken Anstieg. Das sagt Song Jiangzhen, Forscher an der Guangzhou Southern Gold Market Academy. Mit diesen Sparprodukten können Anleger schrittweise Gold ansammeln, indem sie kleine Beträge investieren. Dadurch wird das Investieren in das Edelmetall für ein breites Publikum zugänglicher.

Trotz des anhaltenden Interesses liegt der Goldpreis noch deutlich unter den Rekordniveaus vom Januar. Seit diesem Höchststand ist der Preis um etwa 25 Prozent gesunken. Der Markt sah sich mit Sorgen über die weltweite Inflation und die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten konfrontiert.

Anfang des Jahres spielten chinesische Konsumenten eine wichtige Rolle bei dem starken Preisanstieg von Gold. Obwohl die inländische Nachfrage mittlerweile etwas nachgelassen hat, ist ein starker Rückgang bislang ausgeblieben. Dies deutet darauf hin, dass viele Anleger Gold weiterhin als sicheren Hafen in unsicheren Zeiten betrachten.

Neue Importregeln

Eine weitere mögliche Erklärung für die hohen Importzahlen ist eine Änderung der chinesischen Importpolitik.

Seit dem 1. Juni gilt ein neues Genehmigungssystem für die Einfuhr von Gold. Unter den neuen Regeln erhalten bestimmte Banken mehr Spielraum für den Goldimport.

Song zufolge könnte dies dazu geführt haben, dass Banken ihre bestehenden Importquoten beschleunigt genutzt haben, bevor das neue System in Kraft trat. Das könnte die Importzahlen im Mai vorübergehend zusätzlich in die Höhe getrieben haben.

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