Das Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis hat neue KI-Tools angekündigt, die Unternehmen bei der Untersuchung von Kryptotransaktionen und der Bekämpfung von Cyberkriminalität unterstützen sollen. Diese sogenannten Blockchain Intelligence Agents wurden auf der Chainalysis Links-Konferenz in New York vorgestellt.
Die Technologie analysiert große Mengen an Blockchain-Daten schneller und effizienter als bestehende Methoden. Laut Chainalysis fungieren die KI-Agenten als digitale Ermittler, die eigenständig Muster erkennen und komplexe Analysen durchführen.
Keine Chatbots, sondern digitale Ermittler
Die neuen KI-Agenten sind keine Standard-Chatbots, die Texte generieren. Sie sind speziell für die Recherche und Compliance in der Kryptobranche entwickelt. Dazu gehört das Aufspüren verdächtiger Geldflüsse, das Erkennen von Betrugsmustern und die Überprüfung von Transaktionen auf Einhaltung der Vorschriften.
Chainalysis wird die Tools diesen Sommer schrittweise einführen. Die ersten Anwendungen konzentrieren sich auf Betrugsermittlungen und Compliance, wo Schnelligkeit und Genauigkeit entscheidend sind.
CEO und Mitgründer Jonathan Levin betont die Dringlichkeit: Kriminelle nutzen immer häufiger KI, um ihre Aktivitäten auszuweiten. Ihm zufolge ist es notwendig, dass Strafverfolgungsbehörden und Unternehmen dieselbe Technologie einsetzen, um Schritt zu halten.
Wachsende Konkurrenz
Chainalysis ist nicht der einzige Akteur in diesem Bereich. Auch der Wettbewerber TRM Labs hat kürzlich ähnliche KI-Ermittlungsassistenten zur Nachverfolgung von Geldflüssen und Analyse von krypto-bezogenen Verbrechen eingeführt.
Chainalysis gibt an, die Technologie bereits intern für Forschung und Intelligence genutzt zu haben. Mit der Einführung werden die Tools nun breiter für Kunden verfügbar gemacht.
Mehr Angriffe, weniger Lösegeld
Aktuelle Daten von Chainalysis zeigen, dass die Zahl der Ransomware-Angriffe im Jahr 2025 um 50 Prozent gestiegen ist. Gleichzeitig sank der Gesamtbetrag der Lösegeldzahlungen um 8 Prozent, von 892 Millionen Dollar im Jahr 2024 auf 820 Millionen Dollar im Jahr 2025.
Dieser Trend deutet darauf hin, dass Cyberangriffe häufiger vorkommen, aber weniger profitabel werden. Bessere Ermittlung und Sicherheit spielen dabei wahrscheinlich eine Rolle. Die Einführung von KI-gestützten Analysetools könnte diesen Wandel weiter beschleunigen.
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