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Proof of Play, der Entwickler hinter dem beliebten Blockchainspiel Pirate Nation, stellt sämtliche Aktivitäten ein. Trotz der Unterstützung der Beteiligungsgesellschaft Andreessen Horowitz (a16z) ist es dem Unternehmen nicht gelungen, ein tragfähiges Geschäftsmodell aufzubauen.

Pirate Nation verschwindet dennoch nicht. Das Spiel bekommt einen neuen Betreiber, nahezu die gesamte Technologie des Studios wird als Open Source verfügbar gemacht.

Pirate Nation macht ohne Entwickler weiter

In einer Mitteilung räumt Proof of Play ein, sein zentrales Ziel verfehlt zu haben. Das Studio wollte zeigen, dass Blockchainspiele die Grundlage für ein großes, dezentral organisiertes Internet bilden können. Diese Ambition habe sich letztlich nicht erfüllt, weshalb nun die endgültige Einstellung des Betriebs beschlossen wurde.

Für Spieler ändert sich vorerst wenig. Die unabhängige Pirate Nation Foundation übernimmt die Verwaltung des PIRATE-Tokens, der Website und des weiteren Ökosystems. Damit bleibt das Spiel verfügbar, auch wenn der ursprüngliche Entwickler verschwindet.

Weniger erfreulich ist die Lage für Nutzer, die zuvor Proof-of-Play-Punkte gesammelt haben. Das Unternehmen bestätigt, dass diese Punkte keinen Wert mehr haben und nicht mehr eingelöst werden können.

Technologie wird als Open Source freigegeben

Obwohl das Studio den Betrieb einstellt, will Proof of Play verhindern, dass die aufgebaute Technologie verloren geht. Deshalb stellt das Unternehmen den Quellcode von Pirate Nation, die verwendeten Smart Contracts und mehrere interne Entwicklerwerkzeuge als Open Source bereit.

Auch das Artwork und die geistigen Eigentumsrechte an den Founder Pirates und den Pirate Nation NFTs werden unter einer CC0-Lizenz freigegeben. Entwickler und Kreative dürfen die digitalen Entwürfe damit ohne urheberrechtliche Beschränkungen nutzen und weiterentwickeln.

Auch Shiba Go! bekommt einen neuen Eigentümer. Das Spiel wurde an eine nicht genannte Partei verkauft, die die weitere Entwicklung eigenständig fortsetzt.

Abschied eines auffälligen Akteurs

Auf dem Höhepunkt seiner Entwicklung zählte Proof of Play zu den auffälligen Namen im Ethereum-Ökosystem. Die Apex- und Boss-Netzwerke des Unternehmens gehörten zu den größten Gas-Verbrauchern, also jenem Transaktionsaufwand, der für die Abwicklung von Transaktionen auf Ethereum anfällt. Das zeigt, wie stark die Infrastruktur damals genutzt wurde.

Mit dem Ende von Proof of Play verliert die Blockchainbranche erneut einen prominenten Spieleentwickler. Zugleich erhält die Community Zugriff auf einen großen Teil der Technologie, die das Studio in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Die Arbeit von Proof of Play kann damit in neuen Blockchainprojekten weiterwirken.

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