Cathie Wood glaubt, dass die extrem starken Einbrüche von Bitcoin (BTC) endgültig der Vergangenheit angehören. Laut der Chefin von ARK Invest ist die Kryptowährung inzwischen zu ausgereift, um noch einmal so einzubrechen wie in den Anfangsjahren, als Rückgänge von 85 bis sogar 95 Prozent noch üblich waren.
Das ist eine erstaunliche Aussage, gerade jetzt, wo der Markt erneut Zweifel an der Tiefe des Falls von jenem Zyklus äußert.
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Warum Wood nun weniger extreme Rückgänge erwartet
Wood sieht Bitcoin nicht mehr als experimentelle Technologie, sondern als bewährtes Geldsystem und neue Anlageklasse. Das macht ihrer Meinung nach einen großen Unterschied.
Der Gedanke dahinter ist denkbar einfach:
- früher war Bitcoin noch eine junge, unausgereifte Technologie;
- deshalb waren enorme Abstürze von 85 bis 95 Prozent möglich;
- inzwischen ist Bitcoin laut ihr viel umfassender etabliert;
- deshalb rechnet sie nicht damit, dass solche extremen Einbrüche noch einmal auftreten werden.
Sie meint sogar, dass viele Investoren in der Bitcoin-Welt einen Rückgang von etwa 50 Prozent mittlerweile als relativ „gutes“ Ergebnis in einem Bärenmarkt ansehen würden.
Dennoch taucht ein neues bärisches Kursziel auf
Gleichzeitig gibt es von anderen Analysten weiterhin viel Vorsicht. So nennt Analyst Tony Severino ein neues mögliches Kursziel von 34.000 Dollar als nächste Tiefspunkt für Bitcoin. Das würde einem Rückgang von etwa 72 Prozent gegenüber dem Hoch von Oktober 2025 entsprechen.
Das ist deutlich weniger als die früheren Einbrüche von 85 Prozent oder mehr, aber immer noch ein heftiger Bärenmarkt.
Dadurch ergibt sich eine interessante Konstellation, die Spannung erzeugt:
- Cathie Wood sagt, dass die schlimmsten Abstürze vorbei sind;
- andere Analysten rechnen weiterhin mit einem starken weiteren Rückgang;
- die Diskussion dreht sich also nicht mehr so sehr um einen totalen Kollaps, sondern darum, wie tief dieser Zyklus noch gehen kann.
Historische Muster geben Anlass zur Hoffnung
Es gibt auch einen positiven Aspekt in der Angelegenheit. Laut historischen Vergleichen war der April in Bärenmärkten oft ein Monat, in dem sich Bitcoin erholte oder zumindest eine Trendwende andeutete.
Das bedeutet nicht automatisch, dass der Tiefpunkt bereits erreicht ist, aber es macht das Timing interessant. Vor allem da Bitcoin im März einen bescheidenen Anstieg für diesen Monat erzielte und damit eine Reihe schwacher Monate durchbrach.
Was Anleger daraus mitnehmen können
Der Kern der Geschichte ist, dass sich die Debatte um Bitcoin verändert. Während früher fast vollständige Einbrüche in Betracht gezogen wurden, verlagert sich die Diskussion nun auf weniger extreme, aber immer noch kräftige Korrekturen.
Cathie Wood sagt damit eigentlich zwei Dinge gleichzeitig:
- die alten, extremen Crash-Phasen von Bitcoin sind ihrer Meinung nach vorbei;
- aber das bedeutet nicht, dass Bitcoin plötzlich immun gegen schwere Bärenmärkte ist.
Für Anleger ist das vielleicht die wichtigste Schlussfolgerung. Bitcoin bleibt volatil, aber die Wahrscheinlichkeit scheint zu steigen, dass sich der Kryptomarkt zunehmend wie ein ausgereifter Vermögenswert verhält. Mit starken Korrekturen, aber ohne die verheerenden Crashs der Vergangenheit.
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