Die amerikanische Börsenlegende Warren Buffett ist für seine Vorliebe für den S&P 500 bekannt, den Index der größten börsennotierten US-Unternehmen. Seit 2020 hat der S&P 500 jedoch deutlich geringere Renditen geliefert als Bitcoin.
Rekorde für S&P 500 und Bitcoin
Aus neuen Daten geht hervor, dass der S&P 500 in Dollar zwar um 106 Prozent gestiegen ist, gemessen in Bitcoin jedoch um 88 Prozent gefallen ist. Anders gesagt: Wer seit 2020 in Bitcoin investierte, erzielte deutlich höhere Renditen als mit dem breiten Aktienindex.
Der S&P 500 erreichte in diesem Jahr erneut Rekordstände und notiert derzeit über 6.700 Punkten, ein Plus von gut 14 Prozent seit Januar. Bitcoin legte jedoch noch eine Schippe drauf und durchbrach am vergangenen Wochenende erstmals die Marke von 125.000 US-Dollar. Damit liegt der Bitcoin-Kurs in diesem Jahr 32 Prozent im Plus.
Laut Berechnungen von OfficialData.Org wäre eine Investition von 100 US-Dollar in den S&P 500 Anfang 2020 heute über 209 US-Dollar wert. Die gleiche Investition in Bitcoin läge inzwischen bei fast 1.500 US-Dollar.

Unterschiedliche Anlageklassen
Dennoch ist der Vergleich aus Sicht von Experten nicht ganz fair. Der S&P 500 gilt als Gradmesser des US-Aktienmarkts, mit breiter Streuung und relativ stabilem Ertrag. Bitcoin ist hingegen ein einzelnes Asset, bei dem Knappheit, Dezentralisierung und eine auf 21 Millionen Einheiten begrenzte Ausgabe im Mittelpunkt stehen.
Zudem kommt der S&P 500 auf eine gesamte Marktkapitalisierung von fast 57 Billionen US-Dollar, während die von Bitcoin bei rund 2,5 Billionen liegt. Die Größenordnung und das Risiko beider Anlagen sind damit kaum vergleichbar.
Buffett bleibt seiner Strategie treu
Buffett vertritt seit Jahren die Ansicht, dass der S&P 500 für die meisten Anleger die beste Option ist. Er riet bereits früher, dass ein Portfolio idealerweise zu 90 Prozent aus dem S&P 500 und zu 10 Prozent aus kurzfristigen Staatsanleihen bestehen sollte.
Dennoch zeigen die Zahlen, dass Bitcoin in kurzer Zeit zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für traditionelle Anlageklassen geworden ist. Befürworter werten das als Bestätigung, dass digitale Vermögenswerte ihren Platz in der Anlagewelt zunehmend behaupten.
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