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Der Bitcoin-Kurs steht seit Monaten unter Druck. Nach Einschätzung des On-Chain-Analysten Ali Martinez rückt das Ende des Bärenmarkts jedoch näher. Er sieht mehrere Hinweise darauf, dass Bitcoin (BTC) in die letzte Phase des Abwärtszyklus eingetreten sein könnte.
Danach könnte es laut Martinez deutlich schneller gehen. Der Analyst rechnet für die zweite Jahreshälfte 2027 mit einem Bitcoin-Kurs von mindestens 180.000 Dollar. Ausgehend vom aktuellen Niveau von rund 64.100 Dollar entspräche das einem Anstieg von etwa 180 Prozent.
Mit einer unmittelbaren Rally rechnet er allerdings nicht. Bitcoin könnte sich nach Einschätzung von Martinez zunächst längere Zeit zwischen 60.000 und 67.000 Dollar bewegen. Auch einen erneuten Rückgang vor dem endgültigen Tief schließt er nicht aus.
Martinez verweist auf drei technische Signale, die darauf hindeuten könnten, dass der Bitcoin-Kurs einem Boden näherkommt. Auffällig ist, dass ähnliche Signale auch an früheren Tiefpunkten zu beobachten waren.
Das erste Signal stammt vom TD Sequential. Dieser Indikator soll anzeigen, wann eine länger anhaltende Aufwärts- oder Abwärtsbewegung an Kraft verliert und eine Trendwende näher rückt. Im Juli erschien Martinez zufolge ein Kaufsignal. Dasselbe war 2022 rund um den Boden des vorherigen Bitcoin-Bärenmarkts der Fall.
Auch der gleitende 50-Monats-Durchschnitt rückt zunehmend näher. Dieses Niveau zeigt den durchschnittlichen Bitcoin-Kurs über einen langen Zeitraum und spielte historisch mehrfach eine wichtige Rolle an den Tiefpunkten früherer Marktzyklen.
Das dritte Signal kommt vom Chande Momentum Oscillator, einem Indikator, der die Stärke der Aufwärts- oder Abwärtsbewegung von Bitcoin misst. Er fiel auf minus 71 und signalisiert damit erheblichen Abwärtsdruck. Ein vergleichbares Signal trat im Juni auf, als der Bitcoin-Kurs in Richtung 57.000 Dollar zurückfiel.
Für Martinez ist vor allem das Zusammenspiel dieser drei Signale relevant. Sie liefern keine Garantie dafür, dass der Boden bereits erreicht ist. Seiner Ansicht nach sprechen sie aber dafür, dass sich Bitcoin in einer späten Phase des Bärenmarkts befinden könnte.
Die positiven Signale bedeuten nicht, dass der Boden bereits endgültig erreicht ist. Martinez hält es für möglich, dass der Bitcoin-Kurs vorerst zwischen 60.000 und 67.000 Dollar schwankt, bevor eine überzeugende Erholung einsetzt.
Mehr noch: Der Analyst hatte bereits früher in diesem Jahr auf Anfang Oktober als möglichen Zeitraum für den endgültigen Boden dieses Zyklus verwiesen. Ein erneuter Rücksetzer bleibt aus seiner Sicht daher weiterhin möglich.
Vorerst scheint Bitcoin vor allem nach Orientierung zu suchen. In den vergangenen 30 Tagen sank der Kurs lediglich um 0,36 Prozent, seit Anfang Juni bewegt sich BTC weitgehend seitwärts.
Wer den Blick weiter öffnet, sieht, wie schwierig das Jahr 2026 bislang war. Seit Jahresbeginn ist der Bitcoin-Kurs um fast 27 Prozent gefallen. Gerade diese lang anhaltende Korrektur stützt Martinez in der Annahme, dass der Bärenmarkt inzwischen weit fortgeschritten ist.
Sobald der Boden erreicht ist, erwartet Martinez eine deutliche Wende im Marktbild. Seiner Analyse zufolge könnte ein neuer Bullenmarkt den Bitcoin-Kurs in der zweiten Jahreshälfte 2027 auf mindestens 180.000 Dollar treiben.
Ausgehend vom aktuellen Kurs von rund 63.900 Dollar müsste Bitcoin dafür um gut 180 Prozent steigen.
Martinez erkennt Parallelen zum vorherigen Marktzyklus. Nach der Trendwende 2023 begann Bitcoin einen länger anhaltenden Aufschwung, der Ende 2025 schließlich in einem Rekordkurs von mehr als 125.000 Dollar mündete.
Der Analyst hält es für möglich, dass sich ein ähnliches Muster erneut entfaltet. Das bedeutet nicht, dass ein Kurs von 180.000 Dollar garantiert ist. Technische Analysen bleiben Erwartungen auf Basis historischer Kursmuster.
Vorerst steht vor allem der mögliche Boden im Mittelpunkt. Sollte Bitcoin den aktuellen Bärenmarkt tatsächlich hinter sich lassen, sieht Martinez ausreichend Spielraum für einen neuen Aufwärtszyklus in Richtung 2027.
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