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Coinbase hat von der britischen Finanzaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) eine wichtige Lizenz erhalten. Damit kann die US-Kryptobörse ihr Geschäft im Vereinigten Königreich deutlich ausbauen. Neben digitalen Vermögenswerten will das Unternehmen künftig auch Aktien und weitere Anlageprodukte anbieten. Coinbase rückt damit näher an eine umfassende Anlageplattform heran.
Bislang stand bei Coinbase im Vereinigten Königreich vor allem der Handel mit digitalen Vermögenswerten im Mittelpunkt. Mit der neuen Lizenz kann das Unternehmen sein Angebot deutlich erweitern.
So will Coinbase professionellen Anlegern Zugang zu Perpetual Futures bieten. Dabei handelt es sich um Terminkontrakte ohne Laufzeitende, mit denen auf Preisbewegungen digitaler Vermögenswerte, Aktien und Rohstoffe gehandelt werden kann.
Auch Privatanleger sollen perspektivisch über dieselbe Plattform Aktien kaufen und verkaufen können. Wann das genau möglich sein wird, ist noch offen. Dafür sind zunächst weitere Genehmigungen der britischen Aufsicht erforderlich.
Nach Angaben von Coinbase handelt es sich um die bislang größte Ausweitung des britischen Geschäfts. Das Ziel ist klar: eine Plattform, auf der Nutzer sowohl digitale Vermögenswerte als auch klassische Anlagen verwalten können.
Die Lizenz kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Das Vereinigte Königreich arbeitet derzeit an neuen Vorschriften für Unternehmen, die im Bereich digitaler Vermögenswerte tätig sind.
Ab September können Unternehmen eine Lizenz nach dem neuen Regelwerk beantragen, das ab Oktober 2027 vollständig in Kraft tritt. Handelsplattformen, Anbieter von Stablecoins, Staking-Dienste und Verwahrer benötigen dann jeweils eine Genehmigung der FCA.
Coinbase zufolge besitzen inzwischen rund sieben Millionen Briten digitale Vermögenswerte. Zudem gibt etwa ein Viertel der Menschen, die bislang nicht investieren, an, dies bei klareren regulatorischen Vorgaben tun zu wollen.
Die neue Lizenz bedeutet allerdings nicht, dass britische Verbraucher künftig mit allen Produkten handeln können.
Bei riskanten Produkten bleibt die FCA strikt. Seit 2021 dürfen Privatanleger keine Kryptoderivate kaufen, weil die Aufsicht diese als zu riskant einstuft.
Änderungen gibt es jedoch bei Exchange Traded Notes (ETNs), die an digitale Vermögenswerte gekoppelt sind. Ab dem 8. Oktober 2025 dürfen sie unter Auflagen wieder über anerkannte britische Wertpapierbörsen gehandelt werden. Für Kryptoderivate bleibt das Verbot für Privatanleger dagegen unverändert in Kraft.
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