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Die US-Börsenfutures notieren am Donnerstagmorgen leicht höher, während Anleger die Quartalszahlen von Nvidia verarbeiten. Futures auf den S&P 500 stiegen um 0,02 Prozent, während Nasdaq 100-Futures um 0,09 Prozent zulegten.
Nvidia hat erneut die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Auch die Prognosen fielen besser aus als erwartet, und das Unternehmen erhöhte seine Quartalsdividende auf 25 Cent. Dennoch reagierte die Aktie im nachbörslichen Handel kaum positiv und schloss letztlich mehr als 1 Prozent im Minus.

Das spricht vor allem für die extrem hohen Erwartungen rund um Nvidia. Das Unternehmen hat sich zum wichtigsten Titel innerhalb der KI-Rally entwickelt. Anleger erwarten inzwischen nicht nur starke, sondern außergewöhnliche Zahlen.
Nvidia bleibt der Maßstab für den globalen KI-Investitionszyklus. Die Nachfrage nach Chips für Rechenzentren, Cloud-Anbieter und künstliche Intelligenz ist enorm. Gerade deshalb liegt die Messlatte für die Aktie besonders hoch.
Ein normaler Erfolg reicht nicht mehr. Der Markt will Beweise, dass der KI-Boom weiter an Fahrt aufnimmt, die Margen stark bleiben und die Nachfrage nach Nvidia-Chips auch bis 2027 ungebrochen ist.
Das erklärt, warum die Aktie trotz starker Zahlen nicht überzeugend zulegen konnte. Anleger fragen sich, ob alle positiven Erwartungen bereits im Kurs eingepreist sind.
Die zurückhaltenden Futures folgen auf einen starken Handelstag am Mittwoch. Der S&P 500 durchbrach eine Verlustserie von drei Tagen, unterstützt durch fallende Ölpreise und niedrigere Anleiherenditen.
Die Stimmung besserte sich, nachdem Donald Trump sagte, die Verhandlungen mit Iran befänden sich in der „letzten Phase“. Ein tatsächliches Abkommen könnte den Druck auf die Ölpreise verringern und damit auch die Inflationssorgen mildern.
Das ist wichtig für Aktien. In den vergangenen Wochen standen die Märkte aufgrund steigender Zinsen, teurer Energie und der Befürchtung, dass die Federal Reserve weniger Spielraum für Zinssenkungen hat, unter Druck.
In Asien reagierten die Märkte positiv auf die Kombination aus starken Nvidia-Zahlen und Hoffnungen auf Entspannung im Nahen Osten.
Der japanische Nikkei stieg um 3,54 Prozent, auch dank starker Exportzahlen. Die japanische Ausfuhr wuchs im April um 14,8 Prozent, der schnellste Anstieg seit Januar. Besonders der Export von Halbleitern zog die Zahlen nach oben.
SoftBank sprang fast 20 Prozent nach oben, getrieben von der erneuten KI-Euphorie. Auch Südkorea verzeichnete eine starke Sitzung. Der Kospi stieg um 7 Prozent, während Samsung Electronics mehr als 6 Prozent zulegte, nachdem ein großer Streik abgewendet wurde. SK Hynix stieg sogar um 11 Prozent.
Heute wartet der Markt auf die Zahlen von Walmart, der größten Supermarktkette und dem größten privaten Arbeitgeber der Vereinigten Staaten. Diese Ergebnisse sind wichtig, da sie Einblick in die Gesundheit des amerikanischen Verbrauchers geben.
Darüber hinaus werden Daten zu Arbeitslosenanträgen, dem Immobilienmarkt und der industriellen Aktivität erwartet.
GQG warnt, dass Rekordinvestitionen in KI, Chips und Rechenzentren auf eine klassische Spekulationsblase hindeuten – mit erheblichen Risiken für Anleger.
Robinhood rechnet damit, dass KI schon bald eigenständig handeln kann. Privatanleger erhielten damit Zugang zu professioneller Handelstechnologie und intelligenter Automatisierung.
Alles scheint sich derzeit um künstliche Intelligenz zu drehen. Wer nicht mitzieht, verliert nach Ansicht des Kolumnisten den Anschluss.
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