Eric Balchunas, der ETF-Experte von Bloomberg, behauptet, dass die Chancen auf einen Ethereum ETF von Tag zu Tag geringer werden. Dies begründet er mit der „Funkstille“ der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) bezüglich der Anträge. Laut Balchunas besteht derzeit nur noch eine Chance von 35 Prozent auf die Ethereum ETFs im Mai.

Noch zwei Monate, aber keinerlei Informationen
Die SEC hat noch 73 Tage Zeit, um eine Entscheidung über die Ethereum ETFs zu treffen, aber bisher gab es keinen Kontakt zu den Antragstellern, und sie haben auch kein Feedback zu ihren ETFs erhalten.
„Die SEC muss Feedback geben und die Antragsteller müssen diese Angelegenheiten dann korrigieren. Sie müssen wahrscheinlich erneut Anträge stellen und sogar einige Treffen mit der SEC organisieren. Es ist ein ziemlich langer Prozess“, so Balchunas.
Andererseits haben sie jetzt natürlich Erfahrung mit den Spot Bitcoin ETFs, was möglicherweise weniger Arbeit für die Antragsteller bedeutet.
Balchunas denkt, dass die Haltung von Gary Gensler, dem Vorsitzenden der SEC, gegenüber Ethereum auch eine Rolle spielen könnte. Gensler sieht Ethereum als ein Wertpapier im Sinne des Finanzgesetzes und würde aus diesem Grund keine ETFs für die Währung befürworten.
Die entscheidende Grayscale-Klage
Im August 2023 verlor die SEC ihren Rechtsstreit gegen Grayscale bezüglich des Spot Bitcoin ETFs des Vermögensverwalters. Das könnte theoretisch auch ausreichend Grund bieten, die Ethereum ETFs ohne Probleme zu genehmigen.
Es könnte sein, dass die SEC Angst vor neuen Klagen hat, die sie erneut verlieren würden. Andererseits hat Gensler der Industrie mit den Spot Bitcoin ETFs auch das gegeben, was sie wollte, und er könnte es fürs Erste dabei belassen.
„Am Ende des Tages denkt Gensler, dass Ethereum ein Wertpapier ist. Er würde keine Genehmigung erteilen wollen, es sei denn, er denkt, dass es eine Ware ist, wie Bitcoin. All diese kleinen Dinge summieren sich“, so Balchunas, der etwas negativ über die Chancen auf einen Ethereum ETF klingt.
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