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Erik Prince, der umstrittene Gründer von Blackwater, hält Donald Trump in der Iran-Frage für schlecht beraten. Nach Ansicht von Prince war der US-Einsatz unzureichend durchdacht und schlecht geplant. Bemerkenswert ist das, weil Prince als ausgesprochener Trump-Unterstützer gilt. Seine Schwester Betsy DeVos war in Trumps erster Amtszeit sogar Bildungsministerin.
Dennoch nimmt er den Präsidenten in der Iran-Frage nicht in Schutz.
Prince sagt, Trump sei „schlecht beraten“ worden, und deutet an, er selbst hätte einen anderen Plan gewählt. Wie dieser genau ausgesehen hätte, will er öffentlich nicht sagen. Klar macht er aber, dass es aus seiner Sicht nicht auf die 14-Punkte-Vereinbarung hinausgelaufen wäre, die Trump schließlich in Versailles unterzeichnete.
Prince zählt zu den bekanntesten und umstrittensten Figuren der privaten Kriegswirtschaft. Er wuchs als Erbe eines Milliardärs aus der Autozulieferindustrie auf, wurde zum Navy Seal ausgebildet und gründete später Blackwater.
Das Unternehmen geriet während des Irakkriegs in Verruf, weil private Sicherheitskräfte von Blackwater in gewaltsame Zwischenfälle verwickelt waren. Besonders die Schießerei auf dem Nisour-Platz in Bagdad im Jahr 2007, bei der 17 Iraker getötet wurden, machte Prince weltweit umstritten.
Nach dem Verkauf von Blackwater blieb er als Unternehmer in Konfliktregionen aktiv. Er arbeitete unter anderem im Umfeld der Pirateriebekämpfung in Somalia, beriet zu Sicherheitsfragen in schwierigen Regionen und ist inzwischen an privaten Sicherheitsoperationen in Ländern wie Haiti und dem Kongo beteiligt.
Prince sieht sich nicht als klassischen Rüstungsdienstleister, sondern als jemanden, der scheiternden Staaten und Unternehmen dabei helfen kann, Ordnung, Sicherheit und Logistik zu organisieren.
Nach Einschätzung von Prince könnte der Schaden größer sein als diese eine gescheiterte oder mangelhafte Operation. Er erwartet, dass die Golfstaaten langfristig ihre Abhängigkeit vom US-Militär verringern wollen. Seiner Ansicht nach werden sie sich zunehmend nach anderen Staaten oder privaten Akteuren umsehen, die schneller handeln können.
Das passt zu seinem breiteren Weltbild. Prince hält große staatliche Armeen für schwerfällig, langsam und bürokratisch. Die Zukunft der Kriegsführung sieht er vielmehr bei kleineren, beweglichen Einheiten, Drohnen und privaten Militärorganisationen.
Prince berichtet außerdem, er habe der Trump-Regierung angeboten, bei massenhaften Abschiebungen illegaler Einwanderer zu helfen.
Aus seiner Sicht ist das vor allem eine logistische Aufgabe: Menschen aufspüren, festhalten und durch das Verwaltungsverfahren bringen. Prince verweist darauf, dass er in seiner Laufbahn bereits mehrfach große Personal- und Logistikoperationen durchgeführt habe.
Sein Vorschlag hätte 25 Milliarden Dollar gekostet und gelangte später an die Presse. Das sorgte für Aufsehen, doch Prince hält an seiner Kalkulation fest.
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