BlackRock, der weltweit größte Vermögensverwalter, hat am 9. Mai die Risikobeschreibung seines iShares Bitcoin ETF (IBIT) aktualisiert. In der neuen Registrierungserklärung warnt das Unternehmen explizit vor der potenziellen Bedrohung, die Quantumcomputing für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks darstellt.
Diese Ergänzung ist bemerkenswert, da BlackRock damit erstmals offen anerkennt, dass die kryptografischen Systeme hinter digitalen Vermögenswerten anfällig sein können.
Quantumcomputing als Bedrohung für Bitcoin
Quantumcomputing ist ein schnell wachsendes Fachgebiet, das die Prinzipien der Quantenmechanik nutzt, um die Rechenleistung von Computern erheblich zu steigern. Diese Technologie könnte in der Zukunft bestehende Verschlüsselungsstandards brechen – Standards, die wesentlich sind für die Sicherheit unter anderem von Bitcoin.
Heute ist es extrem schwierig, Krypto-Wallets zu hacken, aber mit dem Aufkommen von Quantumcomputern könnte dies theoretisch viel einfacher werden. BlackRock warnt davor in der aktualisierten Risikobeschreibung seines Bitcoin ETF:
„Wenn sich Quantumcomputing weiterentwickelt, könnte dies möglicherweise die Lebensfähigkeit vieler kryptografischer Algorithmen untergraben, die weltweit für IT-Infrastrukturen verwendet werden, einschließlich der kryptografischen Algorithmen, die für digitale Vermögenswerte wie Bitcoin verwendet werden.“
Diese Warnung unterstreicht, dass Quantumcomputer langfristig eine ernsthafte Bedrohung für den gesamten Kryptosektor darstellen können. Wenn die aktuellen kryptografischen Standards geknackt werden, könnte die Sicherheit von Bitcoin-Wallets und -Transaktionen ernsthaft gefährdet sein.
Verlorene Bitcoin möglicherweise wieder im Umlauf
Die Risiken erstrecken sich über die Transaktionssicherheit hinaus. Tether-CEO Paolo Ardoino warnte im Februar, dass Quantumcomputer in der Lage sein könnten, alte, inaktive Wallets zu hacken. Das würde bedeuten, dass als verloren geglaubte Münzen, wie die Millionen Bitcoins von Satoshi Nakamoto, wieder in Umlauf kommen könnten.
“Elke Bitcoin in verloren wallets, inclusief die van Satoshi (als hij niet meer leeft), zal worden gehackt en terug in omloop gebracht,” aldus Ardoino.
Investoren bleiben vorerst unbesorgt
Trotz dieser potenziellen Bedrohungen bleibt das Interesse an Bitcoin ETFs unvermindert groß. Seit der Einführung im Januar 2024 haben diese Anlageprodukte weltweit mehr als 41 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen angezogen. Investoren scheinen sich vorerst wenig Sorgen über die Risiken des Quantumcomputing zu machen.
Dennoch ist klar, dass sich der Kryptomarkt auf eine Zukunft vorbereiten muss, in der Quantumtechnologie eine immer größere Rolle spielt. Dass BlackRock dieses Risiko nun in seine offizielle Dokumentation aufnimmt, ist ein wichtiges Signal für den gesamten Sektor.
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