BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, hat im Jahr 2025 über seine Fonds Kryptowährungen im Wert von mehr als 22 Milliarden US-Dollar erworben. Laut einer Analyse von Finbold, basierend auf Daten der Blockchain-Analyseplattform Arkham, stieg der kombinierte Wert der Bitcoin- und Ethereum-Positionen von etwa 55 Milliarden auf über 77 Milliarden US-Dollar.
Bitcoin bleibt führend, Ethereum wächst schneller
Bitcoin (BTC) blieb 2025 die größte Position im Kryptoportfolio von BlackRock. Die Anzahl der Bitcoin, die im Namen von ETF-Anlegern gehalten wurde, stieg erheblich und machte den größten Teil des Gesamtwertes aus.
Ethereum (ETH) zeigte jedoch das stärkste Wachstum. Die Menge an gehaltenem ETH verdreifachte sich nahezu, was den Wert der Ethereum-Position um mehr als 180 Prozent steigen ließ.

Besonders im dritten Quartal 2025 nahm das Interesse an Ethereum deutlich zu. Dies hängt mit der zunehmenden Rolle des Netzwerks bei Anwendungen wie Tokenisierung, Erträgen durch Staking und der Nutzung von Ethereum als Infrastruktur für finanzielle Abwicklungen zusammen.
Einkäufe im Namen von ETF-Anlegern
Die enormen Summen resultieren aus dem starken Zufluss in BlackRocks börsengehandelte Fonds. Anleger investieren in diese ETFs, woraufhin BlackRock im Auftrag der Anleger Bitcoin und Ethereum als Basiswerte kauft. Dabei handelt es sich insbesondere um den Bitcoin-Fonds IBIT und den Ethereum-Fonds ETHA, die beide an der US-amerikanischen Nasdaq-Börse verfügbar sind.
Diese Konstruktion sorgt für viel Verwirrung, da es den Anschein hat, als würde BlackRock selbst massiv in Krypto investieren. In Wirklichkeit spiegeln die Zahlen jedoch vor allem die wachsende Nachfrage sowohl privater als auch institutioneller Anleger nach regulierten Krypto-Investitionen über die traditionelle Börse wider.
IBIT bricht in Rekordzeit alle Rekorde
Der Bitcoin-Fonds von BlackRock, der iShares Bitcoin Trust, entwickelte sich in rasantem Tempo zum größten Bitcoin-ETF der Welt. In nur 374 Tagen erreichte der Fonds ein verwaltetes Vermögen von über 80 Milliarden US-Dollar. Damit ließ er nicht nur Konkurrenten wie Fidelity weit hinter sich, sondern brach auch Rekorde auf dem globalen ETF-Markt.
Bemerkenswert ist, dass IBIT sogar mehr Einnahmen generiert als BlackRocks bekanntes S&P-500-Fonds. Das liegt an den höheren Verwaltungsgebühren, die bei Krypto-ETFs erhoben werden. Selbst in einem Jahr, in dem der Bitcoin-Kurs unter Druck stand, blieb IBIT eines der beliebtesten Börsenfonds in den Vereinigten Staaten.
Starker Zufluss auch in einem schwachen Jahr
Trotz Schwankungen und eines sinkenden Bitcoin-Kurses blieb der Zufluss in IBIT im vergangenen Jahr bemerkenswert stark. Der Fonds beendete das Jahr in der Spitze der US-amerikanischen ETFs mit dem höchsten Nettokapitalzufluss, als einziger Fonds in dieser Liste mit einer negativen Jahresrendite. Das deutet auf ein starkes Vertrauen der Anleger hin, die Bitcoin zunehmend als langfristige Position betrachten.
Weitere Kryptowährungen erhalten eigene Börsenfonds
2025 war nicht nur das Jahr von Bitcoin und Ethereum. Auch andere Kryptowährungen erhielten ihre eigenen Börsenfonds in den Vereinigten Staaten. Münzen wie Solana, Avalanche, Chainlink, XRP und Dogecoin wurden über die Börse für Anleger zugänglich gemacht. Dadurch wächst das Angebot an regulierten Krypto-Investitionen schnell.
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