Der weltweit größte Vermögensverwalter BlackRock hat im Jahr 2026 bereits 41.000 Bitcoins erworben. Diese sind nicht für das Unternehmen selbst, sondern für die Aktionäre des eigenen rekordbrechenden Bitcoin-Fonds bestimmt. Das Interesse bleibt groß, obwohl der Bitcoin (BTC) Kurs in diesem Jahr stark gefallen ist.
Mehr als 800.000 Bitcoins
Zu Beginn des Jahres 2026 hielt BlackRock etwa 770.290 Bitcoins zur Deckung des iShares Bitcoin Trust ETF (Ticker: IBIT). Diese Anzahl ist inzwischen auf 811.981 gestiegen, wie aus den auf der Website veröffentlichten Daten hervorgeht.
BlackRock zählt zu den größten Bitcoin-Besitzern weltweit, wurde jedoch in dieser Woche von Michael Saylors Unternehmen Strategy überholt. Details hier.
BlackRock belegt damit den dritten Platz auf der weltweiten Rangliste. An der Spitze steht nach wie vor der geheimnisvolle Erfinder von Bitcoin: Satoshi Nakamoto, der schätzungsweise seit den Anfängen etwa 1,1 Millionen Coins besitzt.
Am 1. Januar wurde durchschnittlich 88.110 Dollar für einen Bitcoin gezahlt. Der gesamte Bestand des IBIT-Fonds war zu diesem Zeitpunkt etwa 67,9 Milliarden Dollar wert.
Trotz der erheblich gewachsenen Menge ist der Wert des Bitcoin-Bestands derzeit deutlich niedriger. Bei einem aktuellen Bitcoin Kurs von rund 78.000 Dollar sind die Coins jetzt über 63 Milliarden Dollar wert.
Anfang des Jahres wechselte die digitale Währung noch für fast 90.000 Dollar den Besitzer. Der Kurs hatte einen starken Rückgang erlebt, doch es bestand weiterhin Hoffnung, dass der Rekordstand schnell wieder erreicht werden könnte.
Inzwischen wissen wir, dass es nicht bei einer Korrektur geblieben ist. Der Kurs liegt derzeit 38 Prozent unter seinem Höchststand, zu Beginn des Februars waren es sogar über 50 Prozent.
Trotzdem investieren Kunden weiter in das IBIT-Fonds. Das Fonds hält echte Bitcoins, sodass Anleger über ihren gewöhnlichen Broker von Kursbewegungen profitieren können, ohne selbst Coins besitzen zu müssen.
Für den privaten Anleger bietet sich damit ein einfacher Einstieg in den Markt. Für institutionelle Investoren ist es besonders attraktiv, da sie häufig nicht direkt in Krypto investieren dürfen.
Aus den Einreichungen bei der Aufsichtsbehörde geht hervor, dass über ein Drittel des investierten Kapitals von institutionellen Anlegern stammt.
Rekordhalter an der Wall Street
Seit dem Start im Januar 2024 ist das IBIT-Fonds eine wahre Rekordmaschine. Es war das schnellste Fonds, das die Marken von 10, 50, 70 und 100 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen überschritt.
Für die letzte Marke benötigte IBIT nur 435 Handelstage. Der bisherige Rekord lag bei Vanguards VOO-Fonds, das über 2.000 Tage dafür brauchte.
IBIT ist allein für fast die Hälfte des Kapitals aller US-amerikanischen Bitcoin-Fonds verantwortlich. Die restlichen elf Konkurrenten verzeichneten im letzten Jahr einen Abfluss von insgesamt 3,2 Milliarden Dollar, während BlackRock 25,4 Milliarden Dollar einsammelte.
Inzwischen gehört IBIT zur weltweiten 100-Milliarden-Club-Spitze, einer Gruppe von etwa 18 Fonds.
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