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Ungarn hebt das Verbot des Krypto-Handels auf und vollzieht damit einen bemerkenswerten Kurswechsel. Die Entscheidung markiert einen klaren Bruch mit dem strengen Vorgehen der letzten Jahre unter Viktor Orbán.
Im vergangenen Jahr verschärfte die ungarische Regierung die Regeln für Kryptotransaktionen erheblich. Für den Umtausch von Kryptowährungen in reguläre Währungen und für bestimmte Krypto-zu-Krypto-Transaktionen wurde eine Genehmigungspflicht eingeführt. Verstöße konnten sogar zu Gefängnisstrafen führen.
Die strengeren Vorschriften hatten direkte Auswirkungen auf den Markt. Verschiedene Anbieter digitaler Vermögenswerte, darunter Revolut, entschieden sich, ihre Kryptodienste in Ungarn vorübergehend einzustellen. Gleichzeitig sank das Handelsvolumen mit Kryptowährungen, während die Kritik aus Brüssel wuchs.
Die Europäische Union leitete sogar eine Untersuchung darüber ein, ob die ungarischen Regeln mit dem europäischen Recht vereinbar sind. Das bestätigte Regierungssprecherin Anita Kobol am Donnerstag gegenüber Journalisten.
Mit der Aufhebung des Verbots scheint Ungarn nun einen wesentlich kryptofreundlicheren Kurs einzuschlagen. Während Händler zuvor das Risiko strafrechtlicher Verfolgung trugen, setzt die Regierung nun auf einen Ansatz, der Innovation und Investitionen mehr Raum geben soll.
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