Trotz eines Kursrückgangs von 50 % seit dem Höchststand halten institutionelle Investoren weiterhin an ihrem Bitcoin (BTC) fest. Das sagt Matt Hougan, CIO des Vermögensverwalters Bitwise, in einem Interview mit CoinDesk. Seiner Meinung nach zeigt das Verhalten der ETF-Investoren, dass professionelles Kapital in Bitcoin viel „fester“ ist, als Kritiker erwarten.
60 Milliarden investiert, weniger als 10 Milliarden abgezogen
Die Zahlen sind bemerkenswert. Zwischen dem Start der Spot-Bitcoin-ETFs im Januar 2024 und Oktober 2025 gab es etwa 60 Milliarden Dollar an Nettozuflüssen. Seitdem ist der Kurs um rund 50 % gefallen, aber die Abflüsse betrugen weniger als 10 Milliarden Dollar.
Das bedeutet, dass die überwiegende Mehrheit der institutionellen Investoren trotz eines heftigen Bärenmarktes investiert geblieben ist. „Professionelle Investoren haben sich bei Bitcoin als hartnäckig erwiesen“, so Hougan.
Warum Institutionen nicht verkaufen
Laut Hougan liegt die Erklärung in einer unerwarteten Dynamik. Bitcoin ist trotz aller Fortschritte immer noch ein „Nischen-Asset“. Institutionelle Investoren, die jetzt einsteigen, gehen Risiken ein und heben sich von ihren Kollegen ab. Das bringt Karrieregefahren mit sich.
Genau dieses Risiko wirkt als Filter. Die Parteien, die trotz dieser Hürde Bitcoin kaufen, tun dies nicht halbherzig. „Sie sind nicht nur zu 51 % davon überzeugt, dass Bitcoin eine gute Idee ist. Sie sind 80 bis 90 % überzeugt. Andernfalls würden sie das Risiko nicht eingehen“, erklärt Hougan.
Die Folge: Wer einmal investiert hat, verkauft nicht beim ersten Rückschlag. Hougan erwartet, dass institutionelles Kapital in Bitcoin „auf absehbare Zeit sehr stabil bleiben wird“, selbst in volatilen Marktphasen.
1 Million Dollar pro Bitcoin ist „gar nicht abwegig“
Im Interview bekräftigte Hougan auch seine langfristige Prognose von 1 Million Dollar pro Bitcoin. Ihm zufolge ist das weniger abwegig, als es klingt.
„Es ist nur nötig, dass der globale Markt für Wertspeicherung weiter so wächst wie in den letzten zwanzig Jahren und Bitcoin ein kleiner, aber wesentlicher Teil davon wird“, sagte er. „Es erfordert nur, dass das, was in den letzten zehn bis zwanzig Jahren passiert ist, auch in den nächsten zehn Jahren weitergeht.“
Die Widerstandsfähigkeit der institutionellen Investoren in dieser Bärenmarktphase ist laut Hougan Teil dieses breiteren Prozesses. Bitcoin reift langsam, und die Investoren, die darin investiert sind, ebenso.
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