Während der Kryptomarkt unter Druck steht und der Preis von Ethereum (ETH) weiter sinkt, taucht ein Name immer wieder in den On-Chain-Daten auf. BitMine nutzt den Kursrückgang, um erneut groß einzukaufen und setzt damit seine Serie wöchentlicher Käufe fort.
BitMine kauft erneut Ethereum für Millionen
BitMine hat während des jüngsten Kursrückgangs weitere 48.049 Ethereum erworben, eine Transaktion im Wert von etwa 140,6 Millionen Dollar. Der Kauf wurde vom Analyseplattform Lookonchain entdeckt und erfolgte über ein Hot Wallet von FalconX. Offiziell hat das Unternehmen die Transaktion noch nicht bestätigt.
Laut den neuesten Zahlen von StrategicETHReserve, ohne diesen Kauf, besitzt BitMine 3.967.210 ETH. Mit diesem jüngsten Kauf steigt der gesamte ETH-Bestand von BitMine auf etwa 4,015 Millionen Einheiten. Bei einem aktuellen Kurs von 2.930 Dollar pro Münze repräsentiert dies einen Wert von rund 11,75 Milliarden Dollar.
Der gestrige Kauf passt in ein längeres Muster. BitMine kauft bereits seit Juli kontinuierlich Ethereum hinzu. In den ersten zwei Dezemberwochen fügte das Unternehmen sage und schreibe 240.711 ETH zu seinen Reserven hinzu.
An der Aktienbörse zeigt BitMine vorsichtige Erholungstendenzen. Die Aktie schloss gestern 1,42 Prozent höher, liegt jedoch über die letzten fünf Handelstage noch immer 19,1 Prozent im Minus.
Dieser Rückgang der Aktie geht einher mit großen Verlusten im ETH-Kurs in der vergangenen Woche. Das Token erreichte letzten Mittwoch kurzzeitig 3.400 Dollar, ist seitdem jedoch um fast 14 Prozent gefallen.
BitMine ist ursprünglich ein amerikanischer börsennotierter Bitcoin (BTC)-Miner. Im Jahr 2025 hat das Unternehmen jedoch seine Strategie geändert und sich zum größten öffentlichen Ethereum-Investor der Welt entwickelt.
Warum kauft BitMine weiter?
Es sieht nicht danach aus, als ob das Unternehmen bald mit dem Horten aufhören wird. BitMine hat in der Vergangenheit angegeben, dass es sich auf die langfristige Perspektive konzentriert und sich nicht von kurzfristigen Schwankungen leiten lässt.
In einer offiziellen Einreichung bei der Securities and Exchange Commission (SEC) teilte das Unternehmen mit, dass es das Fusaka-Upgrade als eine wichtige Entwicklung für das Ethereum-Netzwerk ansieht, deren Auswirkungen in naher Zukunft spürbar werden. Das Upgrade macht das Netzwerk schneller und effizienter und ging am 3. Dezember live.
In der Einreichung steht auch, dass das Unternehmen auf eine günstigere Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) setzt, was sich ebenfalls positiv auf den ETH-Kurs auswirken könnte. So endete am 1. Dezember bereits die straffende Politik der US-Zentralbank.
Neben der Zinssenkung um 25 Basispunkte kündigte die Fed während der jüngsten FOMC-Sitzung auch an, dass sie für 40 Milliarden Dollar kurzfristige Staatsanleihen kaufen wird. Dies sorgt für zusätzliche Liquidität auf den Finanzmärkten, was in der Regel vorteilhaft für risikoreichere Anlagen wie Krypto ist.
Vorsitzender Tom Lee hat auch schon zuvor angedeutet, dass er erwartet, dass Ethereum am Anfang eines Superzyklus steht. Außerdem glaubt er, dass die digitale Währung im Jahr 2026 einen neuen Rekordwert von 20.000 Dollar erreichen kann.
Derzeit besitzt BitMine bereits mehr als 3,2 Prozent des umlaufenden Ethereum-Bestands, jedoch hat das Unternehmen das explizite Ziel, diesen Anteil auf 5 Prozent aller ETH zu erhöhen.
Analyst: Ethereum könnte weiter fallen
Möglicherweise kann BitMine ETH noch günstiger erwerben. Der technische Analyst Ted sieht nämlich kurzfristig einen weiteren Rückgang voraus, falls Ethereum nicht bald das psychologisch wichtige Niveau von 3.000 Dollar zurückerobern kann.
Falls die Münze nicht über diese Grenze steigt, liegt laut Ted ein weiterer Rückgang in Richtung der Zone unter 2.800 Dollar nahe. Damit würde Ethereum erneut in Richtung des Tiefpunkts von Ende November fallen, wo zuvor viel Kaufaktivität stattfand.
Der Ethereum-Kurs darf jedoch nicht zu weit absinken. BitMine kaufte seine Münzen zu einem Durchschnittspreis von 3.074 Dollar. Bei einem anhaltenden Rückgang steht das Unternehmen somit immer tiefer im Minus.
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