Der bekannte amerikanische Investor Tom Lee sagt einen beispiellosen Anstieg des Ethereum-Kurses im Jahr 2026 voraus. Auf einer großen Blockchain-Konferenz in Dubai erklärte er, dass Ethereum (ETH) dank des Aufschwungs der Tokenisierung auf 20.000 Dollar pro Münze steigen könnte.
Das würde einen Zuwachs von über 500 Prozent im Vergleich zum aktuellen Preis von etwa 3.100 Dollar bedeuten.
Ethereum-Kurs profitiert von Tokenisierungswelle
Laut Tom Lee, Gründer von Fundstrat Global Advisors, steht Ethereum am Beginn einer neuen Wachstumsphase. Ein zentrales Argument ist die Tokenisierung traditioneller Finanzwerte wie Aktien, Anleihen und Immobilien auf der Blockchain. Lee erwartet, dass dies größtenteils über das Ethereum-Netzwerk abgewickelt wird, das bereits über 65 Prozent des Marktes für tokenisierte reale Vermögenswerte (RWA’s) dominiert, so Daten von rwa.xyz.
Große Institutionen entscheiden sich laut Lee für Ethereum aufgrund der hohen Kompatibilität und Zuverlässigkeit. Deshalb nennt er Ethereum die „Zahlungsinfrastruktur der Zukunft“.
Große Namen betreten den Markt
Das Interesse von traditionellen Akteuren wächst schnell. So hat Nasdaq im September einen Antrag gestellt, um Aktien in Tokenform auf der Blockchain zu handeln.
Auch Robinhood arbeitet an tokenisierten Aktien. Der CEO Vlad Tenev prognostiziert eine grundlegende Veränderung im Finanzsystem und spricht von einem Markt in Höhe von mehreren Billionen Dollar.
BTC-Erwartungen spielen Schlüsselrolle
Tom Lee denkt, dass Ethereum stark von einer umfassenderen Erholung des Kryptomarktes profitieren wird. Auch Bitcoin (BTC) spielt dabei eine zentrale Rolle: Laut Lee könnte BTC Anfang 2026 die Marke von 300.000 Dollar erreichen. Sollte das eintreten, sieht er Potenzial für eine Verfünffachung des Ethereum-Kurses.
Das basiert allerdings auf der Annahme, dass der Markt sich erholt. In dieser Frage sind die Meinungen allerdings geteilt. Einige Analysten glauben, dass wir uns noch immer in einem Bärenmarkt gemäß dem bekannten vierjährigen Halving-Zyklus befinden. Diese Theorie besagt, dass Bitcoin normalerweise etwa 500 Tage nach einem Halving einen neuen Höchststand erreicht. Das letzte Halving war im April 2024, und bisher scheint der Kursverlauf mit früheren Jahren übereinzustimmen.
Doch es gibt auch eine andere Sichtweise, zu der auch Lee zählt. Diese Analysten glauben nicht, dass das Halving der Motor für Kurssteigerungen ist, sondern verweisen auf einen größeren Faktor: den sogenannten Geldkreislauf. Das ist der breitere Liquiditätszyklus, in dem Zentralbanken ihre Zinspolitik und Geldschöpfung bestimmen. Laut Lee ist dies die eigentliche Kraft hinter den Marktbewegungen.
Und das könnte gute Nachrichten für Kryptowährungen bedeuten. Die Zinsen sind weltweit noch relativ hoch. In den USA liegt der Leitzins zwischen 3,75 und 4 Prozent, wodurch weitere Senkungen möglich sind. Zudem hat die US-Notenbank am 1. Dezember das restriktive Kurs beendet, was mehr Geld in Umlauf bringen könnte. Laut Lee könnte das der notwendige Anstoß für eine neue Krypto-Rallye sein.
BitMine erwirbt erneut Ethereum im Millionenbereich
Tom Lee ist auch Vorsitzender von BitMine, dem größten öffentlichen Inhaber von Ethereum. Das Unternehmen besitzt mittlerweile 3,73 Millionen ETH und hat diese Woche erneut fast 70 Millionen Dollar in neue ETH investiert. Trotz des jüngsten Kursrückgangs expandiert BitMine weiterhin aggressiv.
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