Beim weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock sorgt das Interesse an Bitcoin (BTC) für eine bemerkenswerte Verschiebung. Der iShares Bitcoin Trust (IBIT) ist inzwischen das profitabelste ETF des Hauses – und das, obwohl BlackRock mehr als 1.400 Fonds verwaltet. Selbst intern spricht man von einer unerwarteten Überraschung.
IBIT lässt alle anderen ETF von BlackRock hinter sich
Nach Angaben von Cristiano Castro, Direktor bei BlackRock Brasilien, hatte niemand mit dieser Entwicklung gerechnet. Inzwischen sind weltweit nahezu 100 Milliarden Dollar in die Bitcoin-ETF des Unternehmens investiert.
Die US-Variante IBIT sticht dabei besonders hervor. Trotz ihres erst im Januar 2024 erfolgten Starts sorgt das Fondsprodukt schon jetzt für den größten Teil der ETF-Einnahmen von BlackRock. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass der Vermögensverwalter über Hunderte anderer Fonds insgesamt rund 13,4 Billionen Dollar managt.
Innerhalb von nur 374 Tagen wuchs IBIT zu einem Fonds mit 80 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen heran. Zum Vergleich: Der bisherige Rekordhalter, Vanguards S&P 500 ETF (VOO), benötigte 1.814 Tage, um dieselbe Marke zu erreichen. Aufgrund des jüngsten Rückgangs des Bitcoin-Kurses liegt das aktuell verwaltete Vermögen nun etwas niedriger, bei 68,29 Milliarden Dollar.
Hohe Gebühren sorgen für enorme Erträge
IBIT verzeichnet nicht nur starke Zuflüsse, sondern generiert dank vergleichsweise hoher Verwaltungsgebühren auch beachtliche Erträge. Mit einer jährlichen Gebühr von 0,25 Prozent spült der Fonds Schätzungen zufolge rund 245 Millionen Dollar pro Jahr in die Kassen von BlackRock. Zum Vergleich: Das deutlich größere hauseigene S&P 500 ETF (IVV) verwaltet 663 Milliarden Dollar, berechnet jedoch lediglich 0,03 Prozent an Gebühren.
Kein anderes Bitcoin-ETF kommt an IBIT heran. Das Bitcoin ETF von Fidelity folgt mit 21,35 Milliarden Dollar, Grayscale liegt bei 15,29 Milliarden. IBIT hält inzwischen mehr als 3 Prozent aller weltweit im Umlauf befindlichen Bitcoin.
Bitcoin-ETF nehmen wieder Fahrt auf
Nach einer Serie von zehn Tagen mit milliardenschweren Abflüssen hat sich der Trend inzwischen gedreht. In den vergangenen drei Handelstagen flossen per Saldo 221,2 Millionen Dollar frisches Kapital in Bitcoin-ETF. Das deutet darauf hin, dass das Vertrauen der Anleger zurückkehrt.
Cowen dämpft Bitcoin-Euphorie: Ein Risiko bleibt
Der Bitcoin-Kurs könnte im schlimmsten Fall wieder auf 44.000 US-Dollar zurückfallen. Der bekannte Analyst schließt dieses Szenario für das vierte Quartal nicht aus.
Amerikas großes Zinsproblem – und warum Bitcoin und Gold profitieren
Wer verstehen will, warum die Märkte so heftig auf den Eingriff des US-Finanzministeriums am Zinsmarkt reagieren, muss diesen Zusammenhang kennen.
Krypto-Kursupdate: Bitcoin legt eine Pause ein – wann beginnt der Bullenmarkt?
Bitcoin gönnt sich nach dem rasanten Kursanstieg eine verdiente Verschnaufpause. Doch ab wann lässt sich von einem neuen Bullenmarkt sprechen?
Meistgelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
XRP-Kurs steigt um 22 Prozent auf 1,24 Dollar: die Gründe
XRP steigt um 22 Prozent auf 1,24 Dollar. Treiber sind die breite Krypto-Rally, positive Nachrichten aus Washington und eine bessere Marktstimmung.
