Obwohl der Kryptomarkt in den letzten Monaten deutlich abgekühlt ist, hat sich Bitcoin relativ besser gehalten als die meisten anderen digitalen Währungen. Das zeigen neue Zahlen der Analyseplattform Glassnode. Laut dem Unternehmen konzentriert sich das Kapital weiterhin hauptsächlich auf Bitcoin, während andere Kryptosektoren deutlich stärker getroffen wurden.
Altcoins stärker betroffen
In den vergangenen drei Monaten fiel der Preis von Bitcoin um etwa 26 Prozent. Das ist erheblich, aber weniger als die Verluste, die viele andere Teile des Kryptomarktes hinnehmen mussten. Glassnode spricht daher von einem Markt, in dem Anleger erneut die relativ „sichere“ Kernposition der Branche bevorzugen.

Andere bekannte Kryptowährungen und -themen schnitten deutlich schlechter ab. Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, verlor im gleichen Zeitraum etwa 36 Prozent seines Wertes. Tokens, die mit künstlicher Intelligenz verbunden sind, fielen sogar um fast 50 Prozent, während sogenannte Memecoins mehr als die Hälfte ihres gesamten Marktwertes einbüßten.
Auch Sektoren, die zuvor viel Aufmerksamkeit erhielten, wie Real-World Assets (digitale Tokens, die an echte Vermögenswerte gekoppelt sind) und DeFi-Projekte, verzeichneten Kursrückgänge von 40 Prozent oder mehr.
Kapital sucht Sicherheit
Laut Glassnode zeigt dies, dass Anleger in unruhigen Zeiten Bitcoin gegenüber risikoreicheren Alternativen bevorzugen. „Kapital konzentriert sich weiterhin auf BTC“, erklärt das Analyseunternehmen. Dies deutet auf einen Markt hin, in dem Anleger zurückhaltender sind und weniger bereit, Risiken in kleinere oder spekulativere Projekte einzugehen.
Forscher weisen darauf hin, dass Bitcoin zunehmend als eine Art Anker innerhalb des Kryptomarktes betrachtet wird. Institutionelle Anleger zeigen mehr Interesse an Bitcoin als an anderen Währungen, auch aufgrund der Einführung börsennotierter Produkte und klarerer Regulierungen in einigen Ländern.
Suche nach Orientierung
Dennoch ist die Lage nicht eindeutig. Einige Marktbeobachter bemerken, dass die Dominanz von Bitcoin im Laufe des Jahres leicht abgenommen hat, mit kurzen Phasen, in denen Kapital in andere Währungen floss. Diese Bewegungen hielten jedoch nicht an, weshalb der Markt laut Glassnode weiterhin nach einer klaren Richtung sucht.
Vorläufig scheint Bitcoin trotz der jüngsten Kursrückgänge die Rolle des relativ stabilen Kerns des Kryptomarktes zu behalten. Andere Sektoren müssen erst Vertrauen zurückgewinnen, bevor Anleger dort wieder großflächig einsteigen.
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