Der Analyst João Wedson warnt, dass Anleger sich auf anhaltende Unsicherheit im Bitcoin-Kurs einstellen sollten. Seiner Einschätzung nach könnte die digitale Währung weiter in Richtung des Tiefpunkts dieses Bärenmarktes fallen.
Gleichzeitig sieht er auch Raum für Optimismus. Sollte sein Szenario eintreten, könnte dieser Rückgang den letzten großen Schritt nach unten markieren, bevor ein neuer Aufschwung beginnt.
Bitcoin-Kurs nähert sich der letzten Phase des Bärenmarktes
Laut João Wedson, Gründer der Analyseplattform Alphractal, befindet sich Bitcoin möglicherweise in der Endphase eines Abwärtsmarktes. Er verweist dabei auf einen wichtigen Indikator: den 720-tägigen Tactical Bull-Bear Sentiment Index (TBBI). Dieser misst das Investoren-Sentiment über einen längeren Zeitraum und befindet sich aktuell auf einem extrem niedrigen Niveau.

Wedson erklärt: „Historisch gesehen taucht diese Zone auf, wenn Privatanleger erschöpft sind, die Berichterstattung durchweg negativ ist und clevere Investoren leise beginnen, zu kaufen.”
Obwohl die kurzfristigen Aussichten unsicher bleiben, erkennt Wedson in diesem Indikator Anzeichen dafür, dass das Schlimmste möglicherweise vorbei ist. Seiner Meinung nach befindet sich der Markt in einer Phase, in der Angst vorherrscht.
Er sagt: „In den kommenden Wochen könnte das Sentiment niedrig bleiben, während der Preis seitwärts verläuft oder leicht fällt. Genau dann fühlt sich der Markt am hoffnungslosesten an.”
Wedson wird allmählich optimistischer, während ein Großteil des Marktes noch unsicher ist. Seiner Einschätzung nach befinden wir uns in einer Phase, in der Angst und Desinteresse dominieren.
Chance auf letzte ‚Shakeout‘ Richtung 54.000 Dollar
Dennoch warnt Wedson, dass der Bitcoin-Kurs zunächst noch einen kräftigen Rückschlag erleiden könnte. Er spricht von einem möglichen ‘Shakeout’, einem schnellen Rückgang, der Panik unter Anlegern auslöst.
Seiner Ansicht nach könnte dieser Rückgang bis etwa 15.000 Dollar reichen. Das würde den Bitcoin-Kurs auf ein Niveau von rund 54.000 Dollar bringen, was etwa 21 Prozent unter dem aktuellen Niveau liegt.
Er sagt dazu: „Eine scharfe Bewegung wie ein Rückgang um 15.000 Dollar ist möglich. Es ist die Art von Bewegung, die eine letzte Panikwelle auslöst.”
Bislang liegt das jüngste Tief von Bitcoin im Februar. Damals fiel der Preis kurzzeitig unter 60.000 Dollar.
Bodensignal erinnert an 2022
Der niederländische Analyst Jelle beobachtet zudem ein anderes auffälliges Muster, das auf einen möglichen Boden hindeutet. Er betrachtet dabei die RSI-Indikator, die anzeigt, ob eine Währung möglicherweise übergekauft oder überverkauft ist.
Laut Jelle bildet Bitcoin derzeit ein sogenanntes höheres Tief auf diesem Indikator. Das bedeutet, dass die Abwärtsdynamik nachlässt, während der Preis weiterhin relativ niedrig bleibt. Solche Signale werden oft als erstes Anzeichen dafür gesehen, dass der Verkaufsdruck abnimmt und Käufer langsam zurückkehren.
Im Jahr 2022 sahen wir eine ähnliche Situation. Auch damals zeigte der RSI ein höheres Tief, kurz bevor der Preis einen Boden bildete und schließlich einen starken Anstieg begann.
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