Nach einer plötzlichen Korrektur erholten sich Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und XRP bemerkenswert schnell wieder. Der Rückgang erfolgte nach der Entscheidung der US-Zentralbank, den Zinssatz erneut unverändert zu lassen.
Die schnelle Erholung scheint durch zwei Kräfte angetrieben zu werden: den zunehmenden politischen Druck von Donald Trump auf die Federal Reserve (Fed) und eine starke Rallye in Technologieaktien. Investoren hoffen auf eine Zinssenkung, aber Experten warnen, dass die Unabhängigkeit der Fed unter Druck gerät.
Trump übt Druck auf die Fed aus
Obwohl Fed-Vorsitzender Jerome Powell darauf besteht, dass die Zentralbank unabhängig operiert, wächst die Kritik an der Zinspolitik. Zwei einflussreiche Vorstandsmitglieder, Michelle Bowman und Christopher Waller, stimmten gegen die Entscheidung, die Zinsen hoch zu halten. Bemerkenswertes Detail: Beide wurden während Trumps vorheriger Amtszeit ernannt. Das schürt die Befürchtung, dass die Fed zunehmend unter politischen Druck gerät.
Trump selbst hat seit Monaten den Druck erhöht. Laut ihm kostet das hohe Zinsniveau die USA Milliarden, vor allem durch die steigende Staatsverschuldung, die mittlerweile fast 37 Billionen Dollar beträgt. Je höher der Zins, desto mehr Steuergelder sind nötig, um allein die Zinsen auf diese Schulden zu bezahlen.
Ironischerweise ist es gerade Trumps eigene Politik, die Powell jetzt zurückhaltend macht. Aufgrund der hohen Importzölle und Handelskriege möchte die Fed erst die wirtschaftlichen Auswirkungen abwarten. Powell hat sogar angegeben, dass die Zinsen ohne diese Politik bereits niedriger gewesen wären.
Crypto erholt sich schnell nach dem Rückgang
Nach der Zinsentscheidung fiel der Bitcoin-Kurs um 1,4 Prozent, Ethereum um 2,6 Prozent und XRP um 3 Prozent. Mittlerweile haben sich alle diese Kurse wieder erholt und notieren über den Niveaus vor der Korrektur.
Viele Investoren rechnen damit, dass die Fed in absehbarer Zeit doch zu einer Zinssenkung übergehen wird. Zumal jetzt klar ist, dass es Uneinigkeit innerhalb des Vorstands gibt.
Für Crypto ist das in der Regel gute Nachrichten. Niedrigere Zinsen machen das Leihen billiger, fördern Investitionen und erhöhen die Attraktivität von risikoreichen Vermögenswerten wie Bitcoin. Gleichzeitig kann dies auch zu Inflation führen, was langfristig wiederum zugunsten von knappen Assets wie BTC wirkt.
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