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Der Kryptomarkt steckt tief im Bärenmarkt. Handelsvolumina und Kurse sind niedrig, das Interesse an Kryptoassets ist entsprechend gering. Gerade solche Phasen der Apathie können für langfristig orientierte Anleger interessant sein. In dieser Analyse blickt Newsbit-Technikanalyst Erik Juffermans auf den breiteren Kryptomarkt und insbesondere auf den Altcoin-Markt. Ist jetzt die Zeit zum Akkumulieren?
Die Lage am Altcoin-Markt ist eindeutig: ein bärischer Trend und ein klarer Mangel an Kaufinteresse. Das zeigt sich in der folgenden Grafik. Es handelt sich um den TOTAL3-Chart. Er bildet den Wert des Kryptomarkts ohne Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) ab.

Juffermans stellt fest, dass der Chart die Unterstützungslinie des Bullenmarkts bei 775 Milliarden Dollar verloren hat. Das ist typisch für einen Bärenmarkt, wie später in dieser Analyse zu sehen ist.
Der TOTAL3-Chart bewegt sich nun zwischen diesem Widerstand bei 775 Milliarden Dollar und der bislang haltenden Unterstützung bei 650 Milliarden Dollar. Die Spanne ist damit relativ eng, Altcoins treten insgesamt auf der Stelle.
Für Anleger ist die Lage damit recht klar: Es gilt abzuwarten, bis der Kurs eine Richtung einschlägt. Eine Rückeroberung des Widerstands bei 775 Milliarden Dollar wäre grundsätzlich das erste Signal dafür, dass Altcoins in einen neuen Bullenmarkt starten.
Wie frühere Bärenmärkte gezeigt haben, ist ein stärkerer Rückgang jedoch nicht ausgeschlossen. Ein Wochenschlusskurs unter 650 Milliarden Dollar würde dieses Szenario bestätigen.
Der Monatschart macht das Bild noch klarer. Der Altcoin-Markt scheint sich bereits in der sogenannten Akkumulationsphase zu befinden. In dieser Phase baut das große Kapital geduldig Positionen auf, bevor die breite Masse folgt. Für geduldige langfristige Anleger sind das, wie erwähnt, interessante Zeitpunkte.

Starke Kursanstiege sind auf Basis des Charts kurzfristig noch nicht zu erwarten. Sie dürften erst nach einem Ausbruch über die Widerstandslinie bei 775 Milliarden Dollar sichtbar werden.
Eine letzte Grafik, die Juffermans heranzieht, ist der USDT.D-Chart. Er zeigt die Dominanz des Stablecoins USDT. Klassischerweise gilt sie als guter Gradmesser für die Stimmung am Markt.
Je weniger USDT im Markt gehalten wird, desto besser entwickeln sich Altcoins. In einer Bullrun-Phase tauschen Anleger ihre USDT nämlich in Altcoins um.

In einem Bärenmarkt steigt der Anteil von USDT, weil Anleger ihre Altcoins gegen USDT verkaufen. Entscheidend ist daher eine klare Trendwende im USDT.D-Chart. Ein Rückgang unter die aufwärtsgerichtete Trendlinie wäre ein erstes Signal dafür, dass die Marktstimmung zu drehen beginnt.
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