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Der Juni war für Bitcoin der schlechteste Monat seit vier Jahren: ein Minus von gut 20 Prozent. Schon die Monatskerze wirkt in den Charts alarmierend. Doch Analysten sehen noch weitere Gründe zur Sorge.
Bitcoin hat im aktuellen Bärenmarkt bereits mehrere harte Monate erlebt, doch der vergangene Monat sticht besonders heraus. Bitcoin verlor 20,44 Prozent und fiel von 73.600 Dollar auf 58.500 Dollar. Seit Juni 2022 hat der größte Coin keinen derart starken Rückgang mehr verzeichnet.
Im Monatschart fällt eine massive rote Kerze auf – schon für sich genommen ein deutliches Warnsignal. Noch bedenklicher ist, dass weder oben noch unten Dochte zu sehen sind.
Eine Kerze im Candlestick-Chart bündelt die Kursbewegung eines bestimmten Zeitraums in einem Bild. Sie zeigt, wo der Preis eröffnet und geschlossen hat und welche Hoch- und Tiefpunkte erreicht wurden.
Die dünnen Linien über und unter dem Kerzenkörper heißen Dochte. Sie zeigen, wie intensiv Käufer und Verkäufer miteinander gerungen haben.
Große Dochte deuten darauf hin, dass beide Seiten Druck gemacht haben. Ein langer oberer Docht spricht für Verkäufer, die eine Rally gestoppt haben. Ein langer unterer Docht zeigt Käufer, die einen Rückgang teilweise aufgefangen haben.
Im Juni blieb dieser Kampf beim größten Coin vollständig aus. Der Kurs bewegte sich nahezu geradlinig nach unten, und gestern, am letzten Tag des Monats, notierte er auf dem Monatstief.
Dieses Muster wird auch „Marubozu“ genannt, Japanisch für kahl rasierter Kopf. Der Kerze fehlt jeder Docht; im Monatschart ist das äußerst selten.
Auch in schwachen Monaten wechseln sich Käufer und Verkäufer normalerweise ab. Selbst eine kurze Erholungsrally hinterlässt Spuren in der Kerze. Bei BTC war davon im Juni kein einziges Mal etwas zu sehen.
Wie bereits berichtet, schloss der Juli in der Vergangenheit nach einem schwachen Juni stets im Plus. In den Bärenmärkten 2022 und 2018 folgten im Juli Erholungsrallys von 16,8 beziehungsweise 20,96 Prozent.
Ob sich dieses Muster in diesem Jahr wiederholt, ist offen. Die meisten Analysten gehen jedenfalls davon aus, dass der Boden des Bärenmarkts noch nicht erreicht ist. Jelle sieht klare Parallelen zu 2022 und rechnet mit einem letzten kräftigen Rücksetzer.
Viele Marktteilnehmer blicken außerdem auf den Realized Price, also den durchschnittlichen Kaufpreis aller Bitcoin im Netzwerk. In jedem bisherigen Bärenmarkt wurde der Boden darunter ausgebildet. Dieser Wert liegt derzeit bei rund 53.000 Dollar.
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