Die Preise von Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) sind in den letzten Tagen stark gefallen, vor allem aufgrund zunehmender makroökonomischer Sorgen über anhaltende Inflation. Bitcoin fiel von 102.000 $ auf ein Tief von 92.000 $, während Ethereum von 3.730 $ auf 3.210 $ sank. Was steckt hinter diesen Rückgängen?
Makroökonomischer Druck auf die Finanzmärkte
Das aktuelle Blutbad auf dem Kryptomarkt spiegelt breitere Sorgen auf den Finanzmärkten wider. Min Jung von Presto Research betont, dass Inflation dabei eine entscheidende Rolle spielt:
„Nicht nur Kryptowährungen, sondern auch der NASDAQ und der S&P 500 haben in der letzten Woche deutlich nachgegeben. Der Kursrückgang wurde durch Inflationsängste ausgelöst, nachdem ISM-Daten ein schneller als erwartetes Wachstum der US-Wirtschaft offenbarten. Dies verstärkte die Angst vor anhaltender Inflation und führte zu einem Anstieg der Anleiherenditen. Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe erreichte sogar den höchsten Stand seit April.“
Die Rolle der Federal Reserve
Der Vorsitzende der Federal Reserve, Jerome Powell, warnte bereits im Dezember, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht vorbei sei, wodurch die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen gedämpft wurde. Dies erhöht die Unsicherheit auf den Finanzmärkten.
Laut dem CME Group FedWatch Tool besteht eine 95,2-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed den Zinssatz bei der nächsten Entscheidung am 29. Januar zwischen 4,25 % und 4,5 % belässt. Die Krypto-Analystin Rachael Lucas betont, dass diese Erwartungen die Händler vorsichtig stimmen:
„Der Markt reagiert weiterhin auf die strenge Haltung von Powell und die Möglichkeit, dass hohe Zinsen länger bestehen bleiben.“
Zukünftige Unsicherheiten
Die Amtseinführung von Donald Trump als Präsident am 20. Januar fügt den Märkten eine zusätzliche Ebene der Unsicherheit hinzu. Trumps pro-krypto-freundliche Haltung, einschließlich möglicher Ernennungen wie Elon Musk als Berater, könnte jedoch einen positiven Effekt auf den Kryptomarkt haben.
Darüber hinaus beobachten Anleger wichtige wirtschaftliche Veröffentlichungen genau, wie die CPI-Inflationsdaten am 15. Januar. Diese Zahlen werden voraussichtlich mehr Klarheit über die Richtung der US-Wirtschaft und die Auswirkungen auf Kryptowährungen liefern. Bis dahin bleibt der Markt volatil, und die Händler bleiben vorsichtig.
Analysten: Bitcoin könnte innerhalb von 59 Tagen seinen Boden finden
Seit einiger Zeit liegt mehr als die Hälfte aller Bitcoins im Verlust. K33 zufolge hat damit nun der Countdown bis zur Bodenbildung begonnen.
Morgan Stanley öffnet 8,6 Millionen Kunden den Handel mit Bitcoin, Ethereum und Solana
Morgan Stanley öffnet den Kryptohandel für 8,6 Millionen Kunden. Bitcoin, Ethereum und Solana stehen in der Bankplattform nun neben Aktien.
Krypto-Marktupdate: Bitcoin und Altcoins kämpfen gegen weitere Verluste
Bitcoin und andere Coins sind erneut kräftig gefallen, doch die Bullen geben nicht kampflos auf. So steht der Markt aktuell da.
Meistgelesen
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
XRP: Analyst hält Anstieg auf 42 Dollar für möglich – doch eine Hürde bleibt
Ein Krypto-Analyst sieht bei XRP ein historisches Muster zurückkehren und nennt 42 Dollar als langfristiges Kursziel – vorausgesetzt, ein wichtiger Widerstand wird zuvor überwunden.
SWIFT drängt in Ripples Kernmarkt: Gerät XRP unter Druck?
Das Zahlungsnetzwerk SWIFT baut eine eigene Blockchain auf – ausgerechnet in dem Bereich, auf den Ripple mit XRP seit Jahren setzt. Was bedeutet das?
