Der Kryptomarkt kommt wieder in Bewegung – das zeigt sich auch bei den US‑Krypto‑Spot‑ETFs. Nach Tagen der Zurückhaltung ziehen die Zuflüsse wieder an. Das macht Anlegern Hoffnung auf eine Rückkehr zu einem positiven Marktsentiment.
Zuflüsse in Bitcoin‑ und Ethereum‑ETFs ziehen an
Die US‑ETFs auf Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) verzeichnen in den vergangenen Tagen wieder Nettozuflüsse. Bei Bitcoin beliefen sich die Zuflüsse gestern laut Daten von Farside auf 202,4 Millionen US‑Dollar. Damit war es der vierte Tag in Folge mit positiven Zuflüssen. In diesem Zeitraum flossen insgesamt 462,6 Millionen US‑Dollar in die Bitcoin‑ETFs.
Bemerkenswert: Der gemeinsame Fonds von ARK Invest und 21Shares war in den vergangenen zwei Tagen am gefragtesten und verbuchte zusammen 152,2 Millionen US‑Dollar an Zuflüssen. BlackRock folgte im selben Zeitraum mit 124,9 Millionen US‑Dollar.
Die Ethereum‑Fonds verzeichneten am Dienstag mit 246 Millionen US‑Dollar sogar höhere Zuflüsse als Bitcoin. Auch der Montag war positiv, mit Zuflüssen von 133,9 Millionen US‑Dollar. Die Serie ist bislang jedoch kürzer: Ethereum weist derzeit zwei Tage in Folge Zuflüsse auf.
In den vergangenen Monaten bekamen die Bitcoin‑ und Ethereum‑ETFs bereits Gesellschaft durch die ersten Fonds auf Solana (SOL), Dogecoin (DOGE) und Ripple (XRP), nun kommen viele weitere hinzu. Gestern legte Bitwise einen Solana‑Fonds auf, und Canary Capital startete einen Fonds sowohl für Hedera (HBAR) als auch für Litecoin (LTC). In diesem Artikel zeigen wir, wie sich die Neulinge bei ihrem Debüt geschlagen haben. Heute bringt Grayscale ebenfalls einen Solana‑Fonds auf den Markt.
Warum fließt wieder Geld in Krypto?
Die jüngsten Zuflüsse gehen größtenteils auf zwei positive Faktoren zurück. Zum einen steht die Zinsentscheidung der US‑Notenbank, der Federal Reserve (Fed), heute auf der Agenda. Anleger rechnen mit einer Zinssenkung – das ist in der Regel günstig für risikoreiche Anlagen wie Krypto.
Besonders bemerkenswert: Die Fed muss entscheiden, obwohl ihr seit Wochen kaum Wirtschaftsdaten vorliegen. Aufgrund des vorübergehenden Shutdowns der US‑Regierung sind wichtige Berichte wie die Arbeitsmarktdaten nicht verfügbar. Allerdings erhielt die Notenbank in der vergangenen Woche besser als erwartete Inflationsdaten, was möglichen Spielraum für eine Lockerung der Geldpolitik eröffnet.
Zudem blicken Anleger auf das für morgen geplante Treffen zwischen dem US‑Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping. Am Rande des APEC‑Gipfels in Südkorea sprechen die beiden Staatschefs erstmals seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus miteinander. Die Hoffnung ist, dass sie dem eskalierenden Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China ein Ende setzen.
Beide Länder suchen offenbar bereits die Annäherung. China hat vorübergehend mehrere Exportbeschränkungen für Seltene Erden ausgesetzt, und die USA würden im Gegenzug auf neue Einfuhrzölle verzichten.
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