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Der Bitcoin-Kurs ist heute stark gefallen, nachdem eine Kettenreaktion von Liquidationen den Verkaufsdruck weiter erhöhte. Seit der Eröffnung von Wall Street verlor BTC etwa 6 Prozent und erreichte den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten.
Der Rückgang begann, nachdem Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Halter, gestern bekannt gab, dass es Coins im Wert von rund 2,5 Millionen Dollar verkauft hatte.
Daten von Newsbit zeigen, dass der Bitcoin-Kurs auf 66.948 Dollar sank. Damit erreichte BTC den niedrigsten Stand seit Anfang April und ein Großteil der Kursgewinne der letzten Monate verschwand.
Der Rückgang ging einher mit einer Welle von Liquidationen. In den letzten 24 Stunden wurden Krypto-Positionen im Wert von etwa 1,25 Milliarden Dollar ausgelöscht, was den Verkaufsdruck weiter verstärkte.

Auffällig ist, dass sich Bitcoin zunehmend von den traditionellen Aktienmärkten abkoppelt. Während BTC stark nachgab, erreichte der S&P 500 erneut einen Rekordstand.
„Anleger schalten auf eine defensivere Haltung um, parken Kapital in Stablecoins und ziehen sich von Bitcoin zurück“, schrieb Analyst Rekt Capital auf X. Seiner Meinung nach bewegt sich der Kurs nun in Richtung des 50-monatigen exponentiell gleitenden Durchschnitts bei etwa 66.250 Dollar.
Laut dem Analysten könnte dieses Niveau kurzfristig noch etwas Unterstützung bieten. Dennoch erwartet er, dass Bitcoin letztendlich auch diesen Bereich unterschreiten wird, was den Abwärtstrend weiter verstärkt.

Der Vorhersagedienst Kalshi sieht das Niveau von 50.000 Dollar wieder als realistische Möglichkeit. Marktkommentator Exitpump verwies dabei auf die Rekordmenge an offenen Positionen, die für „enormen Verkaufsdruck am Spotmarkt“ sorgt.
„Ich denke, das könnte in einer großen roten Kerze enden, die alle Long-Positionen mit Verlust aus dem System tilgt“, warnte er seine Follower auf X. „Vielleicht erreichen wir die niedrigen 60.000 oder sogar die Mitte der 50.000 Dollar.“
Laut Newsbit-Analyst Ivo Melchers hat Bitcoin (BTC) inzwischen ein wichtiges Unterstützungsniveau erreicht, das einen weiteren Rückgang in Richtung 65.000 Dollar verhindern soll.
Daneben erscheint ein möglich positives Signal auf dem Chart. Es zeichnet sich nämlich eine sogenannte Hidden Bullish Divergence ab, ein Muster, das oft einem Erholungsschub vorausgeht.

Während der Bitcoin-Kurs ein höheres Tief markiert als Ende März, notiert der Relative Strength Index (RSI) hingegen ein niedrigeres Tief. Dieser Indikator misst die Stärke einer Kursbewegung und befindet sich inzwischen im überverkauften Bereich. Das könnte darauf hindeuten, dass der Verkaufsdruck nachlässt und die Verkäufer langsam erschöpft sind.
Melchers zufolge ist es daher wichtig, dass Bitcoin die derzeitige Unterstützungszone halten kann. Gelingt das, könnte die Kombination aus starker technischer Unterstützung und einer möglichen Bullish Divergence die Basis für eine Erholung des Bitcoin-Kurses bilden.
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