Auch wenn es in der vergangenen Woche wieder etwas besser aussieht, war der letzte Monat ein Fiasko für Bitcoin (BTC). Die Digitalwährung steuert sogar auf ihren schlechtesten November seit sieben Jahren zu. Dennoch sehen mehrere Analysten gerade jetzt Chancen für die kommende Zeit.
BTC durchbricht saisonale Muster
November gilt traditionell als einer der stärksten Monate des Jahres für Bitcoin, doch davon ist aktuell nichts zu sehen. In der Vergangenheit legte der Kurs häufig zweistellig zu, dieses Jahr hingegen ist er ebenso deutlich eingebrochen.
Seit Monatsbeginn ist der Bitcoin Kurs um fast 17 Prozent gefallen. Bleibt es dabei, wäre dies der schwächste November seit 2018. Der Rückgang liegt allerdings nur knapp über dem Minus von 16,23 Prozent im Jahr 2022. Bis einschließlich Sonntag bleibt noch Zeit, die Bilanz zu drehen.
Nach Einschätzung von Nick Ruck, Forschungsdirektor bei LVRG, ist die aktuelle Schwächephase vielmehr eine gesunde Entwicklung. „Auch wenn der November für Krypto im Minus endet, bietet diese Kapitulation eine Chance für clevere Investoren“, sagt er.
„Verbliebene Hebelpositionen und schwächere Projekte sind weitgehend aus dem Markt gespült worden. Das schafft Raum für neue langfristig orientierte Anleger, die sich für ein vielversprechendes neues Jahr positionieren können.“
Krypto-Educator Sumit Kapoor wies allerdings darauf hin, dass Bitcoin bislang immer auch einen roten Dezember verzeichnete, wenn der November im Minus endete. Das ist jedoch nicht die ganze Geschichte: So folgten nach einem starken September in der Vergangenheit bislang stets zumindest ein grüner Oktober und November. Dieses Jahr schloss der Oktober bereits im Minus – und nun folgt ein tiefroter November.
Justin d’Anethan, Head of Research bei Arctic Digital, betont, dass viele Krypto-Investoren an einen Vierjahreszyklus gewöhnt sind, der häufig mit starken Monaten zum Jahresende ausläuft. „Die Einführung der Spot Bitcoin ETFs Anfang 2024 hat diesen Zyklus jedoch vorgezogen“, erklärt er.
Er wertet das als positives Signal. Institutionelle Anleger seien in diesem Jahr in großem Stil eingestiegen, was seiner Ansicht nach das Timing und Tempo der Kursbewegungen verändert habe. „Das gefährliche Gefühl von ‘dieses Mal ist alles anders’ liegt in der Luft, aber in diesem Fall ist es tatsächlich logisch. Institutionen verändern den Markt – und den Rhythmus der Preisbewegungen.“
Bitcoin Kurs muss dieses Wochenende um 2 % steigen
Analyst CrediBull Crypto zufolge wäre es positiv, wenn Bitcoin den Monat oberhalb von 93.400 US‑Dollar abschließen könnte. Einen Monatsabschluss über 102.000 Dollar bezeichnet er als „extrem bullisch“, was jedoch als nahezu unerreichbare Hürde erscheint.
Die Marke von 93.400 Dollar entspricht dem Niveau, auf dem Bitcoin ins Jahr gestartet ist und ist nach Ansicht des Analysten in den kommenden Tagen erreichbar. Beim aktuellen Kurs von 91.500 Dollar würde dafür ein Anstieg von 2 Prozent ausreichen.
Analyst: Kapital verlagert sich von KI zu Krypto
Analysten sehen mehr Spielraum für eine Krypto-Rally, da der KI-Trade abkühlt und US-Kryptogesetze näher rücken.
Bitcoin-ETFs verzeichnen seit sechs Tagen frisches Kapital
Bitcoin-ETFs melden den sechsten Handelstag in Folge Zuflüsse, während der Bitcoin-Kurs steigt und sich die Stimmung am Kryptomarkt aufhellt.
Krypto-Markt: Bitcoin unter Druck, Ethereum-Token legen zu
Nach zwei ausgesprochen starken Tagen gibt Bitcoin wieder etwas nach, doch die Aufwärtsbewegung ist vorerst intakt. So steht der Markt aktuell da.
Meistgelesen
Kryptoexperte: In 24 Tagen gibt es neue XRP-Millionäre
XRP-Anleger hoffen auf den Durchbruch, weil der US-Senat den Crypto Clarity Act womöglich schon bald auf die Tagesordnung setzt.
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
Ripple erwog Auflösung und Ausschüttung von Milliarden XRP an Anteilseigner
Nach der SEC-Klage im Jahr 2020 prüfte Ripple nach Angaben von CEO Garlinghouse die Einstellung des Betriebs und eine Ausschüttung der eigenen XRP-Bestände an die Anteilseigner.
