Institutionelle Investoren ziehen sich von Bitcoin ETFs zurück, nachdem es Anfang des Monats zu starken Zuflüssen kam. Die jüngsten Zahlen zeigen einen deutlichen Stimmungsumschwung gegenüber diesen Fonds. Dies wirft Fragen zur tatsächlichen Nachfrage durch große Investoren auf und ob diese Zurückhaltung nur vorübergehend ist.
Rückgang des Momentums bei Bitcoin ETFs
Gestern wurden insgesamt 171,12 Millionen Dollar aus US-amerikanischen Bitcoin ETFs abgezogen. Dies ist die größte Abflussrate seit mehr als drei Wochen.
Besonders große Akteure waren von den Abhebungen betroffen. So verzeichnete BlackRock bei seinem IBIT-Fonds einen Abfluss von 41,92 Millionen Dollar. Auch andere bekannte Fonds wie FBTC, GBTC, BITB und ARKB verloren jeweils zwischen 20 und 30 Millionen Dollar.
Dieser Abfluss folgt auf eine bemerkenswert starke Phase. Zwischen Ende Februar und Mitte März flossen noch mehr als 2 Milliarden Dollar in diese Fonds. Inzwischen hat sich dieses Tempo stark verlangsamt. Letzte Woche betrug der Zufluss nur noch 95,8 Millionen Dollar und diese Woche gibt es sogar einen Nettoabfluss von über 70 Millionen Dollar.
Vorsicht bei institutionellen Investoren
Bitcoin ETFs existieren seit Januar 2024 und erleichtern es großen Investoren, in Bitcoin zu investieren, ohne die Kryptowährung selbst kaufen zu müssen. Gerade diese Zugänglichkeit führte zuvor zu einem Zustrom von neuem Kapital.
Dass der Zufluss nun nachlässt, deutet laut Analysten auf eine vorsichtigere Haltung bei institutionellen Akteuren hin. Das Marktsentiment ist deutlich pessimistischer geworden, wobei Indikatoren wie der Fear and Greed Index derzeit auf extremer Angst stehen. In einem solchen Klima entscheiden sich viele Akteure, Risiken zu minimieren oder abzuwarten.
Auch Ethereum ETFs verzeichnen Abflüsse
Nicht nur die Bitcoin ETFs kämpfen mit Abflüssen. Auch die Ethereum ETFs zeigen einen deutlichen Rückgang. Inzwischen verzeichnen diese Fonds sieben Tage in Folge Abflüsse, insgesamt etwa 456 Millionen Dollar.
Auffällig ist, dass ein großer Teil davon von BlackRock stammt. Das ETHA-Fonds des Vermögensverwalters ist für mehr als drei Viertel der gesamten Abflüsse verantwortlich.
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