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Strategy hat soeben die Aufnahme von Kapital in Höhe von 334 Millionen Dollar bekannt gegeben. Die Erlöse flossen jedoch nicht in Bitcoin (BTC). Der größte Unternehmenshalter der digitalen Währung hat damit die achte Woche in Folge keine neuen Coins gekauft – das gab es seit dem Sommer 2024 nicht mehr.
Stattdessen setzt das Unternehmen weiter darauf, seine digitalen Kreditprodukte zu stärken, insbesondere Stretch (STRC). Dabei handelt es sich um eine Vorzugsaktie mit Dividendenzahlung, die seit ihrer Einführung im vergangenen Jahr bereits mehr als 18 Milliarden Dollar an Kapital eingebracht hat.
Strategy hat in der vergangenen Woche 3,46 Millionen eigene MSTR-Aktien verkauft und die Erlöse für folgende Zwecke verwendet:
STRC ist darauf ausgelegt, um die Marke von 100 Dollar zu notieren. Zu diesem Preis darf Strategy auch neue Anteile ausgeben; die monatliche Dividende wird jeweils angepasst, um den Kurs in diesem Bereich zu halten.
Im Juni brach der Kurs ein. Strategy hatte damals seine Dollarreserve genutzt, um Schulden zurückzuzahlen. Auch der Bitcoin-Kurs geriet unter Druck, nachdem das Unternehmen erstmals seit 2022 Bitcoin verkauft hatte, um die Dividende finanzieren zu können.
STRC fiel um mehr als 28 Prozent auf ein Tief von 71 Dollar. Seitdem hat das Instrument für das Unternehmen Priorität. Schließlich hat es bereits mehr als 172.000 Bitcoin eingebracht.
Inzwischen liegt der Preis wieder 33 Prozent höher. Das ist vor allem auf die Dollarreserve zurückzuführen, in die seither fast 4 Milliarden Dollar geflossen sind. Der Puffer soll Sicherheit geben, dass die Dividende zuverlässig gezahlt wird.
Seit Ende Juni hat Strategy fünfmal Bitcoin verkauft, zusammen im Wert von 432 Millionen Dollar. Das Geld floss vollständig in die Dividende und in den Rückkauf von STRC.
Für ein Unternehmen, das eigentlich nie verkauft, ist das ein schmerzhafter Schritt. Der Markt deutete ihn entsprechend: Alle anderen Finanzierungsquellen waren versiegt.
Daran hängt noch ein zweites Problem. Der Bitcoin-Bestand ist das Einzige, was Anlegern die Sicherheit gibt, dass Strategy seine Dividende weiter zahlen kann.
Und diese Verpflichtung endet nicht. Sie läuft Monat für Monat weiter, solange STRC existiert.
Verkauft das Unternehmen Coins, um diese Verpflichtung zu bedienen, schrumpft der Bestand, während die Belastung unverändert bleibt.
Hinzu kommt, dass ein solcher Verkauf den Bitcoin-Kurs selbst nach unten drückt. Ein niedrigerer Kurs verringert wiederum den Wert des Bestands, woraufhin Anleger STRC erneut verkaufen.
So entsteht ein selbstverstärkender Effekt. Genau das war im Juni zu beobachten.
Die Dollarreserve soll diesen Kreislauf durchbrechen. Mit einem Puffer, der Dividenden und Zinsen für 2,8 Jahre abdeckt, hängt die Zahlung dieses Monats nicht mehr von einem Verkauf in derselben Woche ab.
Darin liegt der eigentliche Unterschied. Strategy entscheidet nun selbst, wann verkauft wird, statt am Fälligkeitstag unter Druck zu geraten. Statt ausschließlich Bitcoin zu kaufen, wird die Bilanz inzwischen aktiv gesteuert. Das Ziel, so viele Coins wie möglich aufzubauen, hat sich jedoch nicht geändert.
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