Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber, hat in dieser Woche keine Bitcoin (BTC) gekauft, sondern seine Dollarreserven erheblich aufgestockt. Laut der Investmentbank TD Cowen ist der neue Cashpuffer groß genug, um das Unternehmen durch einen möglichen ‚Krypto-Winter‘ zu führen, ohne seine Münzen verkaufen zu müssen.
Cashpuffer deckt Zinsen und Dividenden
Gestern gab Strategy bekannt, dass die Dividend- und Cashreserve um 748 Millionen Dollar erhöht wurde. Damit belaufen sich die gesamten Dollarreserven auf etwa 2,2 Milliarden Dollar. Das Geld wurde durch den Verkauf von Stammaktien aufgebracht.
Laut Analysten von TD Cowen ist die neue Dollarreserve mehr als ausreichend, um alle Zins- und Dividendenverpflichtungen für etwa 32 Monate zu decken. Dazu gehören Zinsen auf ausstehende Schulden und Dividenden auf Vorzugsaktien.
„Dieser Schritt unterstreicht die Stärke der Bilanz und sollte Bedenken über die Lebensfähigkeit des Unternehmens selbst in einem Szenario eines langanhaltenden ‚Krypto-Winters‘ zerstreuen“, schreiben die Analysten unter der Leitung von Lance Vitanza.
Laut der Bank ist der Zeitpunkt gut gewählt. „Liquidität in stressigen Zeiten zu stärken, ist unserer Meinung nach immer klug“, so TD Cowen. „Wir denken, dass alle Stakeholder von Strategy durch diese Maßnahmen materiell besser dastehen.“
Geringere Wahrscheinlichkeit eines erzwungenen Bitcoin-Verkaufs
Mit dem starken Rückgang des Bitcoin-Kurses ist die Sorge aufgekommen, dass Strategy möglicherweise einen Teil seines Bestands abstoßen müsste.
CEO Phong Le sagte vor einiger Zeit in einem Podcast, dass der Verkauf von Bitcoin „mathematisch gerechtfertigt“ wäre, wenn der Börsenwert von Strategy unter den Wert seines Bitcoin-Bestands sinkt. Der neue Puffer ist jedoch genau dazu gedacht, dieses Szenario zu vermeiden. Strategy nutzt die Reserve, um zu verhindern, dass das Unternehmen in schwierigen Zeiten neues Kapital aufnehmen muss.
Da Zinsen und Dividenden bereits abgedeckt sind, verschafft sich Strategy Zeit. Investoren müssen sich weniger um Liquiditätsprobleme sorgen, wodurch die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass der Marktwert unter den Wert des Bitcoin-Bestands fällt.
TD Cowen bekräftigt seine Kaufempfehlung für Strategy und hält an einem Kursziel von 500 Dollar für die nächsten zwölf Monate fest. Das liegt fast 200 Prozent über dem aktuellen Kurs von rund 165 Dollar.
„Mit einem möglichen Anstieg in Richtung unseres Kursziels erkennen wir an, dass dies ‚aus dem Kontext‘ erscheinen mag“, schreiben die Analysten. Dennoch nennen sie das Ziel realistisch, angesichts des „eingebauten Hebels zum Bitcoin-Preis“ und der hohen Volatilität sowohl bei Bitcoin als auch bei der Aktie von Strategy.
Blick auf ‚Krypto-Frühling‘
Strategy besitzt derzeit 671.268 Bitcoin, was einem Wert von über 59 Milliarden Dollar entspricht. TD Cowen erwartet, dass diese Zahl bis Ende 2027 auf etwa 835.000 Bitcoin ansteigen könnte.
Die Bank sieht sogar Licht am Ende des Tunnels. Die amerikanische Federal Reserve fordert öffentlich Feedback zu einem speziellen Zahlungskonto für bestimmte Institutionen an, möglicherweise auch für krypto-bezogene Parteien.
„Infolgedessen erscheint uns ein ‚Krypto-Frühling‘ mindestens genauso wahrscheinlich“, erklärt TD Cowen. Dies deutet auf eine Erholung hin.
Trump drückt Bitcoin-Kurs: Newsbit-Analyst rechnet mit größerer Korrektur
Donald Trump setzt Bitcoin mit besorgniserregenden Aussagen zu Iran erneut unter Druck. Wie weit kann der Kurs nun fallen?
Krypto am Morgen: Bitcoin-Kurs unter Druck nach neuen Angriffen zwischen USA und Iran
Der Bitcoin-Kurs geriet in der Nacht unter Druck, nachdem es zwischen den USA und dem Iran erneut zu neuen Angriffen gekommen war. Zudem stehen heute die wichtigen FOMC-Protokolle auf der Agenda.
Krypto-Marktupdate: Bitcoin überrascht mit Kursanstieg – wichtige Bewährungsprobe steht bevor
Die Börsen erleben heute einen schwachen Handelstag, doch Bitcoin legt überraschend zu. Nun steht eine entscheidende Bewährungsprobe an.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
Kann XRP auf 10.000 bis 50.000 Dollar steigen? ChatGPT erklärt, warum es möglich ist
Südkorea will auch kleine Kryptotransaktionen überwachen. Der Vorschlag soll Geldwäsche verhindern und internationale Vorschriften stärken.
Analyst: XRP wird bald neue Millionäre hervorbringen
Eine auffällige Prognose zu XRP sorgt in der Community rund um den Coin für heftige Diskussionen.
