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Ein historisches Bewertungsmodell sieht Bitcoin (BTC) derzeit in einer Zone, die in der Vergangenheit häufig attraktive Einstiegsmöglichkeiten bot. Nach der Bitcoin Power Law gilt der aktuelle Kurs als sehr günstiges Kaufniveau. Das Modell deutet darauf hin, dass Bitcoin vergleichsweise niedrig bewertet ist, liefert aber keine Garantie dafür, dass der Boden bereits erreicht wurde.
Die Bitcoin Power Law setzt den Kurs ins Verhältnis zum Wachstum des Netzwerks seit 2010. Grundlage dafür ist die Zahl der erzeugten Bitcoin-Blöcke. Auf einer Grafik mit logarithmischen Skalen entsteht eine langsam abflachende Wachstumskurve, um die sich der Kurs in früheren Marktzyklen bewegte.
Anschließend unterteilt das Modell die historischen Kursdaten in Perzentile, die mit dem Buchstaben Q gekennzeichnet werden. Q50 markiert die Mitte. Historisch notierte Bitcoin zur Hälfte der Zeit über und zur Hälfte der Zeit unter diesem Niveau. Ein Wert von Q19 bedeutet, dass die aktuelle Bewertung niedriger liegt als bei rund 81 Prozent aller früheren Messpunkte innerhalb des Modells. Werte unter Q25 gelten als Akkumulationszone.
Beim aktuellen Kurs liegt Bitcoin bei Q19 und unter dem Durchschnitt der vergangenen 110 Tage. Die Plattform identifizierte 214 frühere Tage mit einer ähnlichen Kombination aus Bewertung und Markttrend.
Nach vergleichbaren Situationen lag der mediane Bitcoin-Kurs 90 Tage später bei rund 87.000 Dollar. Nach einem Jahr betrug der Median etwa 127.000 Dollar. Das sind keine festen Kursziele, sondern die mittleren Ergebnisse früherer vergleichbarer Phasen.
Die drei ähnlichsten Zeitpunkte waren November 2022, August 2015 und Januar 2023. Danach legte Bitcoin innerhalb von 90 Tagen um 47, 53 beziehungsweise 62 Prozent zu. Nach einem Jahr lagen die Gewinne bei 134, 174 beziehungsweise 173 Prozent.
Auch andere Varianten der Power Law ordnen den jüngsten Rückgang in Richtung 58.000 Dollar einem Bereich zu, in dem frühere Bärenmärkte häufig ihren Boden ausbildeten. Zugleich könnte Bitcoin diesen Modellen zufolge noch auf etwa 55.000 Dollar fallen, ohne sein langfristiges Wachstumsmuster zu brechen.
Damit ist die aktuelle Zone aus historischer Sicht für langfristig orientierte Anleger interessant. Allerdings beschreibt die Power Law ausschließlich Muster aus der Vergangenheit. Veränderungen bei Adoption, Regulierung oder Marktstruktur können dazu führen, dass diese historischen Zusammenhänge künftig nicht mehr Bestand haben.
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