Die Anzahl der Wallets mit mindestens 100 Bitcoin (BTC) steht kurz davor, eine neue Marke zu durchbrechen. Laut dem Analyseplattform Santiment gibt es derzeit 19.993 einzigartige Wallets mit 100 BTC oder mehr. Sollte das Wachstum anhalten, könnte heute die Grenze von 20.000 erreicht werden. Das wäre laut der Plattform ein bullisches Signal.

Santiment erkennt gesündere Verteilung

Eine Wallet mit 100 Bitcoin repräsentiert bei dem aktuellen Bitcoin-Kurs umgerechnet etwa 6,7 Millionen Dollar. Es handelt sich dabei um große Akteure im Netzwerk, oft als Wale bezeichnet.

Anzahl der Wallets mit mindestens 100 BTC (Quelle: Santiment)

Laut Santiment deutet das Wachstum auf eine gesündere Verteilung unter den großen Inhabern hin. „Wenn die Anzahl der Wallets mit mehr als 100 BTC steigt, deutet das auf eine Verteilung über mehr große Inhaber hin, statt auf eine kleine Gruppe, die alles kontrolliert“, schreibt die Plattform auf X.

Das bedeutet, dass die Macht möglicherweise etwas weniger in den Händen einer kleinen Elite liegt. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass einige wenige große Akteure den Markt in kurzer Zeit stark beeinflussen können.

Diese Entwicklung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Bitcoin-Kurs unter Druck steht. Die Coin notiert bei rund 67.700 Dollar und liegt damit etwa 47 Prozent unter dem Allzeithoch von etwa 126.000 Dollar im Oktober. In den letzten 30 Tagen sank der Kurs um etwa 24 Prozent.

Warum der Bitcoin-Kurs unter Druck bleibt

Auffällig ist, dass der Gesamtanteil des Bestands, der sich in den Händen dieser Gruppe großer Wallets befindet, kaum verändert ist. Das weist darauf hin, dass während neue Wallets die Grenze von 100 BTC erreichen, andere langfristige Inhaber verkaufen.

„Deshalb bleiben die Preise unterdrückt“, so Santiment. Das Wachstum der Anzahl großer Wallets bedeutet also nicht automatisch, dass der Verkaufsdruck abnimmt.

Dennoch glauben einige Analysten, dass die heftigste Verkaufswelle möglicherweise vorbei ist. Bitcoin-Analyst Will Clemente äußerte zuvor, dass es scheint, als ob Bitcoin-OGs vorerst nicht mehr aggressiv verkaufen.

Der Niederländer Michael van de Poppe von MN Trading Capital schrieb, dass Bitcoin einen höheren Boden finden muss, um den Aufwärtstrend fortzusetzen. „Bis jetzt sieht es gut aus für Bitcoin“, so Van de Poppe.

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