Drei Jahre nachdem Bitcoin-Miner Texas aufgrund günstiger Strompreise und eines vorteilhaften regulatorischen Klimas für ihre Aktivitäten gewählt hatten, wendet sich das Blatt. Einwohner beschweren sich über steigende Energiepreise und eine verschlechterte Lebensqualität, während Politiker Klarheit über die Auswirkungen des Minings auf die Umwelt und die Energieversorgung fordern.
Texas war zuvor Zufluchtsort für Miner
Im Mai 2021 wurde Texas zu einem Zufluchtsort für Bitcoin-Miner, nachdem das Kryptomining in China verboten wurde. Gouverneur Greg Abbott hieß die Mining-Unternehmen willkommen und beschrieb Texas als „ein Mekka für Bitcoin-Miner“. Die Situation hat sich jedoch aufgrund von Beschwerden der Einwohner und Bedenken der Politiker hinsichtlich der Umwelt- und Energieauswirkungen gewendet.
Der Texas Blockchain Council (TBC), eine Lobbygruppe, hat Klage gegen Bundesbehörden eingereicht, einschließlich des US-Energieministeriums, aufgrund einer Datenanfrage über den Energieverbrauch, die die Unternehmen als ungerecht betrachten. Riot Platforms, der größte nordamerikanische Bitcoin-Miner, ist Mitkläger. Die Klage behauptet, dass die Datenanfrage unternehmenseigene Informationen erfordert, die ihnen Schaden zufügen würden.
Andauernde Debatte über die Rolle des Bitcoin-Minings in Texas
Ein Gerichtsbeschluss hat der Bundesregierung vorübergehend verboten, weitere Daten zu sammeln, und der Fall wurde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt, nachdem die Regierung ihre Untersuchung zurückgezogen hatte.
Dieser Rechtsstreit markiert eine andauernde Debatte über die Rolle des Bitcoin-Minings in Texas. Kritiker und die Regierung versuchen, die vollen Auswirkungen zu bewerten, stehen jedoch vor begrenzten Informationen. Im Jahr 2021 sah Gouverneur Abbott noch eine Chance in der Bergbauindustrie, das Stromnetz nach einem verheerenden Wintersturm zu stärken, mit der Idee, dass Miner als eine Art Puffer während Perioden niedriger und hoher Nachfrage fungieren könnten.
Miner verbrauchen etwa 2,5% der Spitzenlast in Texas
Abbotts „Masterplan“, Texas zum Zentrum der Bitcoin-Industrie zu machen, hat zu einer signifikanten Ausweitung der Mining-Aktivitäten im Staat geführt. Nach den neuesten Schätzungen des Electric Reliability Council of Texas (ERCOT) verbrauchen Kryptominer etwa 2 Gigawatt Energie, was etwa 2,5 Prozent der Spitzenlast des Staates entspricht. Das wachsende Interesse an weiteren Mining-Aktivitäten weckt jedoch Bedenken hinsichtlich möglicher Stromausfälle, höherer Verbraucherpreise, einer Zunahme der CO2-Emissionen und negativer Auswirkungen auf die Lebensqualität der Einwohner.
Während die Zukunft des Bitcoin-Minings in Texas ungewiss bleibt, geht die Diskussion über das Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen Chancen und dem Schutz von Gemeinschaften und der Umwelt weiter.
Bitcoin fällt trotz Hoffnung auf Iran-Abkommen unter 63.000 Dollar
Bitcoin fällt trotz positiver Makronachrichten unter 63.000 Dollar, während der Coldcard-Exploit den Kryptomarkt deutlich belastet.
Hack auf beliebte Bitcoin-Hardware-Wallet: 86 Millionen Dollar gestohlen
Hacker nutzen eine Sicherheitslücke in Coldcard-Wallets aus und stehlen weltweit Bitcoin im Wert von mehr als 86 Millionen Dollar von Tausenden Nutzern.
Krypto am Morgen: Ölpreis bricht ein, doch Bitcoin profitiert nicht
Der Bitcoin-Kurs ist schwach in die neue Börsenwoche gegangen und fällt deutlich, obwohl der Ölpreis für Entlastung sorgt.
Meistgelesen
Krypto-Anleger prognostizieren XRP-Kurs zum 1. August 2026
Polymarket-Händler sehen für XRP Anfang August eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für 1,20 Dollar und von 34 Prozent für einen Kurs unter 1 Dollar.
ChatGPT prognostiziert XRP-Kurs auf dieses Niveau bis Ende 2026
ChatGPT erwartet, dass der XRP-Kurs bis Ende 2026 auf 1,40 US-Dollar steigen kann, warnt aber zugleich vor anhaltendem Verkaufsdruck.
SWIFT greift Ripples Kernidee auf: Braucht es XRP noch?
SWIFT macht bei Blockchain-Zahlungen einen großen Schritt. Was bedeutet das für Ripple, und wird XRP für internationale Transaktionen noch gebraucht?
