Der börsennotierte Bitcoin (BTC)-Miner Riot Platforms hat angekündigt, seinen BTC-Bestand erheblich aufgestockt zu haben – durch einen großen Kauf im Wert von 510 Millionen US-Dollar. Die Mittel wurden durch die Ausgabe von Anleihen beschafft, womit Riot in die Fußstapfen von MicroStrategy tritt.
Riot Platforms kauft über 5.000 Bitcoins
Riot Platforms, einer der weltweit größten Bitcoin-Miner, machte bereits am Dienstag Schlagzeilen in den Bitcoin-News. Einen Tag zuvor hatte das Unternehmen bekannt gegeben, wandelbare Anleihen im Wert von 500 Millionen US-Dollar auszugeben, um mehr Bitcoin zu kaufen.
Am Ende stieg der Betrag auf 525 Millionen US-Dollar, die in kürzester Zeit beschafft wurden. Zwischen Dienstag und Donnerstag investierte Riot Platforms die Einnahmen in Bitcoin und kaufte für 510 Millionen US-Dollar insgesamt 5.117 BTC. Dies ergibt einen durchschnittlichen Kaufpreis von 99.969 US-Dollar pro Bitcoin.
Dank dieses Kaufs umfasst die digitale Schatzkammer des Unternehmens nun 16.728 Bitcoins, die bei aktuellen Kursen einen Wert von rund 1,7 Milliarden US-Dollar haben.
Der Kauf von Bitcoin für die Firmenbilanz mittels geliehener Mittel ist eine Strategie, die durch MicroStrategy bekannt wurde. MicroStrategy hat mit diesem kühnen Ansatz bereits mehr als 400.000 Bitcoins akkumuliert. Riot Platforms bleibt zwar weit hinter diesem Wert zurück, ist jedoch der drittgrößte börsennotierte BTC-Inhaber der Welt.
Marathon Digital Holdings, ein weiterer großer Bitcoin-Miner, liegt auf Platz zwei mit über 40.000 Bitcoins. Auch Marathon hat kürzlich seinen Bestand aufgestockt und bekannt gegeben, 11.774 BTC für insgesamt 1,1 Milliarden US-Dollar erworben zu haben.
Microsoft verzichtet auf BTC-Investition
Bitcoin-Enthusiasten hatten diese Woche gehofft, dass Microsoft, das drittgrößte Unternehmen der Welt, dem Beispiel von MicroStrategy folgen würde. Die Aktionäre des Tech-Giganten konnten darüber abstimmen, ob Bitcoin Teil der Unternehmensreserven werden sollte.
Der Vorschlag kam vom National Center for Public Policy Research (NCPPR), einer konservativen Denkfabrik und Microsoft-Aktionär. Das Forschungszentrum argumentierte, dass Bitcoin das beste Mittel gegen Inflation sei und verwies auf MicroStrategy als Inspirationsquelle.
Doch nahezu alle Aktionäre stimmten dagegen. Nur 0,55 % befürworteten die Aufnahme von Bitcoin in die riesigen Reserven von Microsoft.
Es bleibt jedoch Hoffnung, dass eines der größten Unternehmen der Welt Bitcoin übernehmen könnte. Das NCPPR hat auch Amazon aufgefordert, eine BTC-Investition in Betracht zu ziehen.
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