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Der nächste kräftige Kursanstieg von Bitcoin (BTC) dürfte nach Einschätzung der Analyseplattform CryptoQuant deutlich schwerer werden als in früheren Marktzyklen. Während in den Anfangsjahren wenige Milliarden US-Dollar ausreichten, um den Kurs um Tausende Prozent steigen zu lassen, könnten dafür inzwischen mehr als 1 Billion US-Dollar an neuem Kapital nötig sein.
CryptoQuant zufolge nimmt die Kapitaleffizienz von Bitcoin seit Jahren ab. Anders gesagt: Für jeden neuen Dollar, der in den Markt fließt, steigt der Bitcoin-Kurs weniger stark als früher. Das ist eine logische Folge des enormen Wachstums, das Bitcoin in den vergangenen fünfzehn Jahren durchlaufen hat.
Die Daten von CryptoQuant zeigen, dass Bitcoin in jeder neuen Hausse mehr Kapital benötigt, um vergleichbare Kurssprünge zu erzielen. Überraschend ist das nicht: Je größer ein Markt wird, desto mehr Geld ist nötig, um den Preis spürbar zu bewegen.
Für die Analyse nutzte CryptoQuant die sogenannte „realisierte Kapitalisierung“. Diese Kennzahl orientiert sich nicht am aktuellen Marktwert, sondern bewertet jeden Bitcoin zu dem Preis, zu dem er zuletzt bewegt wurde. Dadurch liefert der Indikator ein realistischeres Bild davon, wie viel neues Kapital tatsächlich in das Netzwerk geflossen ist.
Die Unterschiede zwischen den Marktzyklen sind erheblich. Während der Hausse im Jahr 2011 reichten rund 2,8 Milliarden US-Dollar an neuem Kapital aus, um den Bitcoin-Kurs um etwa 55.000 Prozent steigen zu lassen.
Vier Jahre später waren dafür bereits rund 69 Milliarden US-Dollar nötig, während der Kurs noch um fast 10.000 Prozent zulegte. In der Hausse von 2018 flossen etwa 365 Milliarden US-Dollar in Bitcoin, was einem Anstieg von rund 2.000 Prozent entsprach.
Auch der aktuelle Zyklus zeigt, dass sich dieses Muster fortsetzt. Seit 2022 sind CryptoQuant zufolge rund 697 Milliarden US-Dollar an frischem Kapital in Bitcoin geflossen. Dem stand ein Kursanstieg von etwa 689 Prozent gegenüber.
Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man nur eine Verdopplung des Bitcoin-Kurses betrachtet. Im Jahr 2011 waren dafür lediglich rund 5 Millionen US-Dollar an neuem Kapital erforderlich. Inzwischen veranschlagt CryptoQuant dafür etwa 101 Milliarden US-Dollar.
CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju sieht in der sinkenden Kapitaleffizienz kein Signal dafür, dass sich die Hausse ihrem Ende nähert. Im Gegenteil: Für ihn ist sie eine logische Folge des Wachstums, das Bitcoin in den vergangenen Jahren verzeichnet hat.
Einen neuen parabolischen Kursanstieg schließt er daher nicht aus. Dafür müsse Bitcoin aus seiner Sicht jedoch zu einer vollwertigen makroökonomischen Anlageklasse heranreifen, bei der institutionelle Investoren statt Privatanlegern die wichtigste Triebkraft sind.
Ju schätzt, dass dafür letztlich mehr als 1 Billion US-Dollar an neuem Kapital erforderlich wären. Dieses Volumen lasse sich seiner Ansicht nach nur erreichen, wenn Pensionsfonds, Vermögensverwalter und andere große Finanzinstitute Bitcoin in deutlich größerem Umfang aufnehmen.
Davon ist derzeit allerdings noch wenig zu sehen. Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im vergangenen Monat vielmehr eine Phase deutlicher Mittelabflüsse, während auch die erste Jahreshälfte für den Bitcoin-Kurs schwierig verlief.
Zudem sehen einige Analysten die Schlussfolgerung von CryptoQuant mit Vorbehalt. Dass der Kurs je investiertem Dollar weniger stark steigt, sei aus ihrer Sicht eine normale Folge eines wachsenden Marktes. Je größer ein Vermögenswert wird, desto mehr Kapital ist nötig, um dieselbe prozentuale Kursbewegung auszulösen. Ob institutionelle Investoren am Ende tatsächlich mehr als 1 Billion US-Dollar in Richtung Bitcoin lenken werden, bleibt daher vorerst die große Frage.
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